Ludwigshafen Modernisierung geplant
Pfingstweide. Über einen verwahrlosten Spielplatz im Londoner Ring ärgert sich Anwohner Werner Goger. Er meint: die Zuständigen pflegen den Platz nicht. Die BASF Wohnen und Bauen erklärt auf Nachfrage, dass sich der Rhythmus nicht geändert hat und eine Umgestaltung kommen soll.
„Da stinkt es und die Hunde rennen durch“, sagt Werner Goger über den Spielplatz, der an den Londoner Ring 72 in der Pfingstweide angrenzt. „Meine Enkel lasse ich da nicht hin!“ Er findet den Zustand des Spielplatzes unzumutbar. Im Sand wuchern Gras und Unkraut und die Mülleimer quellen über. „Die werden wochenlang nicht geleert“, sagt er. Folglich liege der Unrat auch um die Behälter herum auf dem Boden verstreut. „Es ist eine Schweinerei!“ Früher seien die Mülleimer häufiger geleert und der Sand gereinigt worden. „Da hat sich aber seit Jahren nichts mehr getan.“ Zwar hätte man von Anwohnerseite schon versucht, die Zuständigen zu kontaktieren, sei sich aber nicht sicher gewesen, ob die Pflege der Stadt oder der BASF Wohnen und Bauen obliegt. Die hätten sich den schwarzen Peter gegenseitig zugeschoben. Eine Anfrage bei der Stadt klärt schnell: „In unserer Zuständigkeit liegt der Spielplatz nicht“, sagt eine Sprecherin. Die BASF Wohnen und Bauen kann weiterhelfen und ist gleichzeitig verwundert über die Fehlinformation der Zuständigkeit. „Das Wissen ist ja bei uns. Vielleicht wurden die Zuständigkeiten falsch erklärt“, sagt eine Sprecherin. Das solle natürlich nicht passieren. Sie kann auf jeden Fall Abhilfe schaffen, wem der Spielplatz gehört: „Von außen wird es als ein Spielplatz wahrgenommen, aber rechtlich sind es aber zwei Spielplätze“, erklärt sie. Einer gehöre der BASF Wohnen und Bauen, der andere der Eigentümergemeinschaft des Londoner Ring 2,4 und 6. In dieser doppelten Zuständigkeit liege das Problem. Als die BASF Wohnen und Bauen im Zuge der Modernisierungen im Londoner Ring vor etwa vier Jahren ein Konzept zur Sanierung vorlegte, habe sich die Eigentümergemeinschaft dagegen ausgesprochen, weil sie den Platz nicht nutzen. Eine gute Nachricht hat die Sprecherin aber. „Der Spielplatz ist der letzte Teil der laufenden Modernisierung“, sagt sie. „Wenn Haus 66-70 fertig ist, gehen wir an die Außenanlagen.“ Es müsse jedoch überlegt werden, wie genau der Platz gestaltet werden soll, da es nur wenige gibt, die ihn nutzen. „Wir müssen schauen, was alles rechtlich notwendig ist und danach die Gestaltung planen.“ Bei der Überarbeitung des Spielplatz-Konzepts könne beispielsweise überlegt werden, den Sandkasten kleiner zu machen. Eben wegen der mangelnden Nutzung. An der liege eben auch das Problem des zugewucherten Sands. „Sand ist nur schön, wenn er bespielt wird“, sagt die Sprecherin. An mangelnder Reinigung liege dies nicht. „Wir haben den Pflege-Rhythmus nicht geändert.“ |cju