Ludwigshafen Mit Teamgeist Kontinuität erreichen

LUDWIGSHAFEN. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga vollzieht der SV Südwest Ludwigshafen personell einen rigorosen Schnitt und wird mit 15 neuen Spielern in die Landesliga starten. „Wir wollen mit Bedacht und Weitblick eine Mannschaft aufbauen, die Kontinuität und Qualität für die nächsten Jahre verspricht“, erläutert der neue Sportchef Peter Kobel das Konzept. Ein direkter Wiederaufstieg sei kein vorrangiges Thema.

„Natürlich wollen wir mittelfristig den sportlichen Schaden korrigieren. Für eine Rückkehr in die Verbandsliga muss die neue Mannschaft aber reif genug sein“, betont Peter Kobel. Den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft möchte der SV Südwest auf jeden Fall vermeiden. Integrationswille, Charakterstärke, Teamgeist, und Disziplin seien jetzt gefragt. Zum 24 Mann starken Kader gehören nur noch acht Akteure aus der vergangenen Saison: Torwart Joshua Burkhardt, Tobias Haas, Aytec Karakaya, Christian Segurado, Shenasi Ademi, Sencer Koc, Dejan Ljusic, Jörg Grubert, der jetzt Spielertrainer ist und Peter Kobel selbst. „Ich stehe allerdings nur als Notnagel zur Verfügung“, stellt der 45 Jahre alte Sportliche Leiter klar. Der dreifache Familienvater Shenasi Ademi, der im Oktober 40 wird, aber immer noch vor Spiellaune und Ehrgeiz sprüht, ist im Mannschaftsgefüge dagegen fest eingeplant. „Shenasi ist auf allen Positionen einsetzbar“, lobt Kobel dessen Vielseitigkeit. „Wir besitzen eine gute Mischung aus neuen erfahrenen Akteuren wie Oliver Niemiro, Marc Heidenmann oder Sergio Peter und jungen Leuten wie Julian Schultz, Marcel Kaltenbach oder Davide Buttaccio.“ Der bisherige Fußballleiter und zweite Vorsitzende des SV Südwest, Michael Wassner, kümmert sich künftig vornehmlich um finanzielle Belange. Sportlich tragen Kobel, Spielertrainer Grubert (36) sowie Mittelfeldspieler und Co-Trainer Oliver Niemiro (27) Verantwortung. „Es wird dauern, bis die Mannschaft ihre Qualität auch als Einheit auf den Platz bringen kann“, mahnt Trainer Grubert zur Geduld. Trotzdem ist er sich dem Zeitdruck bis zum Saisonstart (am 3. August daheim gegen TuS Altleiningen) bewusst. „Dann werden Punkte vergeben. Bis dahin muss vieles stimmen.“ Beim 2:5-Pokalaus in Ruchheim ging dem SV Südwest vor allem in der Vierer-Abwehrkette noch einiges daneben. Als Fixpunkt im zentralen Mittelfeld hat Grubert den erfahrenen Marc Heidenmann (23) eingeplant, der in Waldalgesheim, Alzey und für Regionalligist Wormatia Worms am Ball war. „Ein echter Führungsspieler“, ergänzt Kobel. Routine als Mittelfeldspieler bringt auch Linksfuß Sergio Peter mit, der als Profi in der englischen Premier League bei Blackburn Rovers unter Vertrag stand. Johannes Mösmang, dessen Patenonkel Claudio Pizarro ist, kickte als Junior viele Jahre beim FC Sao Paulo und wechselt jetzt von Wormatia Worms zu Südwest. Patryk Spaczynski, früher Profi beim polnischen Zweitligisten Miedz Legnica, der griechische Ex-Profi Argirios Goulas sowie der als letzter Neuzugang für die Innenverteidigung verpflichtete US-Amerikaner Derrick Damian Pritchett ergänzen den Kreis der Neuzugänge. In Henrik Weissenborn, der für Wormatia Worms II im vergangenen Jahr acht Treffer erzielte, Torjäger Sencer Koc, den Ex-Maxdorfer Marcel Kaltenbach sehen sich die Blau-Weißen in der Offensive gut aufgestellt. Angreifer Dejan Ljusic wurde am Knie operiert und muss noch einige Wochen pausieren. „Die Planungen sind abgeschlossen“, berichtet Sportchef Kobel, der zusätzliche personelle Möglichkeiten in der zweiten Mannschaft wähnt, die Südwest nach zwei Jahren Zwangspause ab diesem Spieljahr wieder gemeldet hat. (crd)

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