Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Harz und Risiko

Filmreife Leistung: Regisseur Tom Schneider (am Ball).
Filmreife Leistung: Regisseur Tom Schneider (am Ball).

Zum Heimspielauftakt der Handballoberliga empfingen die Herren der VTV Mundenheim den ambitionierten TV Homburg. Beide Mannschaften boten den rund 130 Zuschauern Spannung bis zum Schluss. Dann erst stand der 23:21 (13:9)-Sieg der Gastgeber fest.

Bereits die ersten Minuten versprachen eine temporeiche und hitzige Partie. Auf Mundenheimer Seite war vor allem Simon Schleidweiler hervorzuheben, der sich mit drei der fünf Mundenheimer Toren bereits in den ersten zehn Minuten im Spielbericht verewigte. Als Thoren Pönisch nach eigener Balleroberung in Richtung 6:2 marschierte, hatten die Gäste bereits zwei Strafwürfe vergeben und wurden von der über den Großteil der Partie hellwachen Abwehr der VTV zu einigen Rückraumwürfen gezwungen, zumeist Beute von Nico Klein im Tor.

Vorsprung ausgebaut

Erst nach und nach fanden die Gäste in die Partie, verkürzten in Unterzahl auf 7:5 (13.). Trotzdem bauten die VTV ihren Vorsprung bis zur Pause auf 13:9 aus. „Bis dahin lagen wir verdient vorne und sind auch gut aus der Kabine gekommen, aber dann haben wir ein paar klare Würfe verpasst und uns damit nicht frühzeitig abgesetzt“, bilanzierte Trainer Steffen Schneider den zweiten Durchgang.

Der wurde, vor allem durch eigenes Verschulden noch einmal richtig eng. Trotz der Flugeinlage von Thoren Pönisch zum 15:10 (33.). Beim Stand von 19:15 und noch knapp zwölf Minuten zu spielen, gelang es den Gästen in einem Angriff, nicht nur auf 19:16 zu verkürzen, sondern auch zwei Zeitstrafen gegen VTV herauszuholen.

Gut verteidigt

Fünf Minuten vor dem Ende stand es nur noch 20:19. Immerhin: „Wir haben auch in dieser Phase noch gut verteidigt und Nico Klein hat ein paar wichtige Bälle gehalten“, so Schneider. Zwei Treffer von Daniel Thielman zum 22:19 brachten dann wieder etwas mehr Ruhe, zumal der Rechtsaußen beide Male strafzeitwürdig gefoult wurde und so seine Mannschaft für die Schlussphase in Überzahl brachte.

Trotzdem verkürzten die Gäste auf 22:21, aber bei nur noch 30 Sekunden zu spielen und Ballbesitz für die Heimmannschaft. Nach der letzten Auszeit und einigen Pässen fand Tim Schmieders gleichermaßen mit Harz und Risiko behafteter Pass Aaron Schleidweiler am Kreis, der sich mit einer kurzen Drehung vom Gegenspieler löste und zehn Sekunden vor Schluss zum entscheidenden 23:21 vollendete. „Wir haben es aus eigener Schuld noch einmal eng gemacht, aber trotzdem sind wir cool geblieben. Das war ein sehr gutes Oberligaspiel“, betonte Steffen Schneider, der neben Torhüter Klein auch Tom Schneider hervorhob. „Er hat zwar nicht so oft getroffen, aber er hat gut Regie geführt.“

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