Ludwigshafen „Matschke ist eine Bereicherung für die Eulen“

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LUDWIGSHAFEN. Als Kapitän hat Aleksandar Stevic in der Saison 2011/2012 den TV Neuhausen in die Bundesliga geführt, ehe er bei der HBW Balingen-Weilstetten am Ball war. Als Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer kehrte der gebürtige Serbe ins Ermstal zurück. Mit dem TVN erreichte er die Plätze 13 und zwölf. In diesem Jahr hofft der A-Trainer-Lizenzinhaber auf eine Steigerung. Morgen, 17 Uhr, gastiert Neuhausen bei der TSG Friesenheim.

Herr Stevic, hat Sie der hohe Sieg zum Auftakt der Saison beim HC Empor Rostock überrascht?

Wir haben uns in Rostock schon etwas ausgerechnet. Empor hat einen großen Umbruch hinter sich und ist noch nicht eingespielt. Das wollten wir nutzen. Wichtig war der Sieg im ersten Spiel. Wie hoch der ausgefallen ist, spielt keine Rolle. Der erste Auftritt im DHB-Pokal mit der knappen Niederlage gegen den Bundesligisten MT Melsungen war ja auch schon ein dickes Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz ... Wir haben uns gegen Melsungen sehr gut präsentiert. Richtig aussagekräftig sind solche Auftritte allerdings nicht. Höherklassige Mannschaften machen sich in solchen Begegnungen öfters das Leben schwer und der niederklassige Verein ist stets motiviert. Was sind die Gründe für die Leistungssteigerung Ihrer Mannschaft? Das kann ich noch nicht sagen. Zunächst müssen Mechanismen greifen und dann sehen wir, in welchen Bereichen wir besser werden. Finanziell mussten Sie einen Konsolidierungskurs einschlagen. War das der Grund, weshalb sieben Eigengewächse im Kader stehen? Das war nicht der Hauptgrund. Wir haben unter meiner Regie einen Konsolidierungsplan entwickelt und halten uns strikt daran. Außerdem setzen wir auf die eigenen Spieler. Das ist extrem selten auf diesem Leistungsniveau und fast schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Bundesliga. Die taktische Ausrichtung mit der schnellen Umstellung von der 5-1- auf die 3-2-1-Deckung scheint Ihre Mannschaft verinnerlicht zu haben, oder? Das ist eine schwierige Aufgabe für mich und die Mannschaft. Wir müssen Spieler in die 3-2-1-Formation integrieren, die wenig Erfahrung mit diesem Abwehrsystem haben. Dieser Prozess kann nicht in sieben Wochen Vorbereitung abgeschlossen sein. Wir müssen uns stetig weiterentwickeln und Abläufe verinnerlichen. Da kommt wirklich noch sehr viel Arbeit auf uns zu. Vor einem Jahr kamen Sie mit 2:18 Punkten kaum aus den Startlöchern. Haben Sie damals an sich und der Mannschaft gezweifelt? Nein, ich bin von Grund auf optimistisch und habe an die Leistungsfähigkeit meiner Spieler geglaubt. Damals haben viele Faktoren zu diesem Start geführt. Ein schwieriges Auftaktprogramm und mangelnde Erfahrung etwa. Zudem hat in den ersten Spielen ein Erfolgserlebnis gefehlt. Mit welchen Erwartungen reisen Sie zu der TSG Friesenheim? Meine einzigen Erwartungen richten sich an meine Mannschaft. Wir wissen um die Schwierigkeit dieser Aufgabe und müssen ergebnisunabhängig unseren Matchplan verfolgen. Das ist nicht leicht im dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen. Aber wir werden versuchen, eine starke Leistung abzuliefern. Hat Sie der deutliche Sieg der Eulen gegen Essen überrascht? Keineswegs. Die Eulen sind ein sehr starkes und punktuell auch erfahrenes Team. Zudem haben sie die Abgänge hervorragend kompensiert. TSG-Trainer Benjamin Matschke kennen Sie aus gemeinsamen aktiven Zeiten. Wie beurteilen Sie seine Arbeit? Wir kennen uns sehr gut. Er ist ein prima Typ, kompetent und leistungswillig. Er ist definitiv eine Bereicherung für die Eulen, und ich freue mich auf viele weitere Duelle mit ihm.

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