Ludwigshafen
Ludwigshafen: Neuer Name für Grund- und Realschule plus in Friesenheim
„Jedes Kind hat einen Namen, um unverwechselbar zu sein“, sagt Schulleiter Roland Sawadski, „und eine Schule braucht das auch.“ Deshalb sei er stolz, dass nach einer Abstimmung mit 1055 Teilnehmern – bestehend aus Schülern, Lehrern und anderen Beteiligten am Schulleben – nun der neue Schulname feststeht: Albert-Einstein-Grund- und Realschule plus Ludwigshafen. Der gemeinsame Name betone auch: „Wir sind eine Schule, ein Kollegium, an zwei Standorten, und vereinen zwei Schularten“, so Sawadski.
Pünktlich zum Festakt in der Sternstraße wurden neue Schilder vor dem Haupteingang montiert. Auch jeweils eine Figur des berühmten Physikers, der der Schule seinen Namen leiht, schmückt die Eingangsbereiche der Standorte. Dass sich die Schüler schon mit dem neuen Namen identifizieren, belegt Schulleiter Sawadski mit einem Beispiel: „Einige Schüler haben bereits Selfies mit den Figuren für Instagram gemacht.“
Schlauer Pate
Ortsvorsteher Günter Henkel (SPD) lobt die „seit Jahren guten Kontakte“ zur Schule, die für ihn nicht selbstverständlich seien. Ein neuer Name sei ein besonderer Vorgang. „Die schlauen Sätze und Dinge, die Albert Einstein gesagt und getan hat, werden jetzt ins Schulleben aufgenommen.“
Bianca Bauer vom Bildungsträger Education Y, der die Schule bei ihrer Entwicklung unter anderem durch eine Steuerungsgruppe begleitet, betont in einem Brief an die Schule den Gemeinschaftsaspekt, der etwa durch neue Schulshirts gestärkt werde. „Schulentwicklung ist eine gemeinsame Aufgabe“, sagt sie.
Pilotprojekt: #wirgestaltenSchule
Dem stimmt auch ihr Education Y-Kollege Wilfried Schley zu. Die Schule sei ein Resonanzraum, der sich den Schülern zuwenden müsse, damit diese Lust bekommen, etwas zu gestalten. „Ich habe selten eine Schule gesehen, die die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Schüler so gut erkennt“, lobt er die Grund- und Realschule plus. Seit zwei Jahren arbeitet Education Y im Pilotprojekt #wirgestaltenSchule – Hand in Hand mit Schulvertretern und Wegbereiter BASF – daran, die herkunftsunabhängige Bildungsgerechtigkeit zu verbessern.
Die Schüler zeigten indes Impressionen aus der Projektwoche: Einer schlüpfte in einem Kurzfilm, der in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Ludwigshafen entstanden ist, in die Rolle Einsteins und zeigte die Brücken zwischen Aussagen des Nobelpreisträgers und dem Schulleben auf: „Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“ In einem anderen Film lehrte Einstein die Kinder soziale Verantwortung.
Tanz und Akrobatik
Elf Schülerinnen tanzten zu einem Hip Hop-Medley, andere zeigten akrobatische Künste. Erstklässler lasen „Alt wie ein Stein“ von Peter Maffay vor. Bei dem Projekt „Trash to treasure“ hatten Schüler Elektrogeräte auseinandergebaut, um ihre Funktion zu verstehen. Dabei sammelten sie wertvolle Bestandteile, darunter mehr als drei Kilo Kupfer. Andere Geräte konnten repariert werden.