Ludwigshafen Ludwigshafen: CDU will Modernisierung der Krankenhäuser vorantreiben
Die aktuelle Bertelsmann-Studie ist für die Ludwigshafener CDU „eine klare Aufforderung, dass wir den Ausbau und die Modernisierung unserer Schwerpunktkrankenhäuser mit aller Kraft vorantreiben müssen“, sagt Stadtratsfraktionschef Peter Uebel. Die umstrittene These, dass viele kleine Krankenhäuser in Deutschland nicht nötig seien und die Gesamtzahl der Kliniken von 1400 auf 600 gesenkt werden sollten, könne man durchaus diskutieren, sagt Uebel, der selbst Mediziner ist. „Für uns bleibt auf jeden Fall die Aufforderung, dass unsere Häuser der Maximal- und Schwerpunktversorgung auch künftig für die gesamte Vorderpfalz und darüber hinaus einen bedeutsamen Versorgungsauftrag haben. Deshalb werden wir die Neubau- und Modernisierungsarbeiten am stadteigenen Klinikum und am Marienkrankenhaus konstruktiv begleiten und unmissverständlich gegenüber den Kostenträgern und der Landesregierung für eine ausreichende Finanzierung eintreten“, so Uebel weiter.
Neue Gebäude, neue Geräte, neue Fachleute
Die rasante Entwicklung der Medizin mit neuen Möglichkeiten der Diagnostik und der Therapie sowie eine immer älter werdende Gesellschaft erforderten einen stetigen Ausbauprozess. Hierbei gehe es um neue Gebäude, neue Geräte und neue Fachleute. Die zunehmende, auch digitale Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung werde dabei eine wesentliche Rolle spielen. „Eine gute medizinische Versorgung wird auch in Zukunft ein wesentlicher Faktor von Wohn- und Lebensqualität darstellen“, ist Uebel überzeugt.
Gesundheitsverbände widersprechen
Würde jedes zweite Krankenhaus in Deutschland geschlossen, könnte dies die Versorgung der Patienten verbessern. Zu diesem Schluss kommt die Studie der Bertelsmann-Stiftung. Viele Krankenhäuser seien zu klein und verfügten nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung, kritisieren die Autoren der am Montag veröffentlichten Studie. Bei 57 Prozent aller Kliniken handle es sich um Häuser mit weniger als 200 Betten. Viele könnten lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall nicht angemessen behandeln. Die Gesundheitsverbände sind anderer Ansicht. Auch aus der großen Koalition in Berlin regt sich Widerstand.