Ludwigshafen Lob für Ordnungsamt und Streetworker

Viele lobende Worte hat es am Dienstagabend im Ruchheimer Ortsbeirat für die Arbeit des Bereichs „Öffentliche Ordnung“ bei der Stadtverwaltung, der Jugendfreizeitstätte im Stadtteil und für den Einsatz des Streetworkers Heiko Krämer gegeben. Die Ortsbeiratsmitglieder waren sich einig, dass sie viel Überraschendes und Neues über die Aufgaben der Ordnungsbehörde und das Programm der Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche erfahren haben.
Mit Beschwerden über freilaufende Hunde sowie Diskussionen über die Sicherheitsauflagen für den Kerweumzug und über das neue Marktgesetz war das Ludwigshafener Ordnungsamt unter Leitung von Martin Graf in jüngerer Vergangenheit in Ruchheim beschäftigt, wie der Behördenchef berichtete. Graf warb im Ortsbeirat erneut um Verständnis für die strengen Auflagen bei Umzügen. Nach der Tragödie bei der Loveparade 2010 in Duisburg mit 21 Toten seien die Regeln verschärft worden. Dass im Nachbarort Fußgönheim die Sicherheitsvorkehrungen beim dortigen Umzug deutlich weniger aufwendig ausgefallen seien, wie Manfred Gräf (FDP) einwandte, habe laut Graf nichts mit einer anderen Auslegung der Vorschriften zu tun. Die seien nämlich eindeutig. Jemand müsse jedoch die Verantwortung übernehmen, wenn etwa wegen fehlender Absperrungen ein Kind von einem Traktor überfahren werde. Dafür wollen in Ruchheim weder Graf noch Ortsvorsteherin Heike Scharfenberger (SPD) zur Verfügung stehen. In der Jugendfreizeitstätte gibt es nach Auskunft von Leiterin Stephanie Damboer derzeit noch einige freie Plätze für die Hausaufgabenhilfe, die montags bis donnerstags jeweils von 14 bis 16.30 Uhr angeboten wird. Ihr Haus wolle eine Anlaufstelle für alle Ruchheimer Kinder und Jugendlichen sein, wie Damboer betonte. Die Freizeitstätte soll für die Mädchen und Jungen einerseits ein Treffpunkt sein. Zudem mache die Einrichtung aber auch kreative Angebote, unternehme Ausflüge, biete ein Ferienprogramm an, beteilige sich an Aktionen im Stadtteil und arbeite mit anderen Einrichtungen zusammen. Auch Streetworker Heiko Krämer, der für Ruchheim und Oggersheim zuständig ist, arbeitet mit der Jugendfreizeitstätte zusammen. Wie der Sozialarbeiter berichtete, macht die Betreuung einzelner junger Erwachsener im Alter von 18 bis 25 Jahren, die auf der Straße leben, einen wesentlichen Teil seiner Tätigkeit aus. Zudem spielen Drogenprobleme bei seinen Schützlingen eine große Rolle. Krämer brach eine Lanze für die Jugendlichen: Es handele sich um gute junge Menschen, die Unterstützung brauchen. (evo)