Fußball Landesliga: Fußgönheim und FSV Schifferstadt haben ähnliche Probleme

Hofft auf Rückkehrer: ASV-Trainer Thomas Gomola.
Hofft auf Rückkehrer: ASV-Trainer Thomas Gomola.

Im Nachbarschaftsduell der Landesliga Ost erwartet Aufsteiger ASV Fußgönheim den FSV Schifferstadt. Warum beide Teams bereits ein wenig unter Zugzwang stehen.

Die Fußgönheimer haben zuletzt gegen Spitzenteam Büchelberg ein 0:0 erreicht. „Das war eine super Reaktion auf die 0:6-Niederlage beim SVW Mainz zuvor. Vor allem kämpferische hat das Team überzeugt und eine tolle Mannschaftsleistung geboten“, lobt Trainer Thomas Gomola. Selbst in Unterzahl, als David Gerner eine nach Aussage des Coaches überzogene Zeitstrafe absaß, habe Fußgönheim dem Druck der Südpfälzer standgehalten. Dennoch zeigt nach drei sieglosen Partien ohne eigenes Tor die Formkurve nach unten. „Da sind wir jedoch auf Gegner getroffen, die oben erwartet werden“, gibt Dennis Pfeiffer, der mit Gomola ein Trainerteam bildet, zu bedenken.

Dass es eine schwierige Spielzeit geben könnte, liege an personellen Problemen. „In der vorigen Runde hatten wir kaum Verletzte, jetzt trifft es uns dafür umso härter, vor allem in der Offensive“, verdeutlicht Pfeiffer. So wird es noch etwas Zeit benötigen, bis die seit Monaten verletzten Angreifer Christian Pereira, Kevin Kaspar und Salvatore Saito wieder echte Alternativen sein werden. Wenigstens ist der junge Justin Klyczsz wieder ins Training eingestiegen. „Bis er aber seine Wettkampffitness erreicht hat, wird es noch dauern“, ist Gomola vorsichtig. Zumindest feierte David Schinnerer sein Comeback.

Rückschlag für Stammspieler

Nach Beendigung seines Urlaubs stand der neu verpflichtete Rückkehrer Endrit Leposhtaku zum ersten Mal in dieser Saison für ein paar Minuten und zur Sicherung des Punktes auf dem Platz. Der 28-jährige Innenverteidiger ist jedoch für den Moment keine zusätzliche Alternative, sondern könnte direkt die Lücke schließen, die Daniel Fichtner, der seinerseits in den Ferien ist, temporär gerissen hat. Auch Linksverteidiger Jannik Said kehrt in den Kader zurück. „Der FSV ist eine etablierte und unbequeme Landesligamannschaft, die uns alles abverlangen wird“, sind sich die beiden Übungsleiter sicher.

Wie eng Glück und Pech zusammenliegen können, musste der FSV Schifferstadt erfahren. Da setzte Pascal Cholewa seinen fantastischen Lauf zunächst fort und brachte mit seinem fünften Saisontreffer die Blau-Weißen in Billigheim-Ingenheim in Führung. Doch kurz vor dem Ende schied er aus. „Es war ein Zweikampf und sofort danach zu sehen, dass es ihn schwer erwischt hat. Er hat sich einen Wadenbeinbruch zugezogen“, schildert Trainer Jan Drese den Moment der Verletzung. Damit wird der 23-jährige Cholewa, der seine beste Phase erlebt, seit er 2021 zum FSV kam, zumindest bis zum Jahresende fehlen.

Schwere Spiele stehen an

Die Schifferstadter hatten nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit die Partie aus der Hand gegeben und mit individuellen Fehlern zum Sieg der immer spielbestimmender werdenden Einheimischen beigetragen. „In Billigheim-Ingenheim kann man verlieren. Viel mehr ärgere ich mich über das 2:2 gegen Neuhausen nach einer 2:0-Pausenführung“, trauert Drese den beiden verschenkten Zählern aus der Begegnung mit dem rheinhessischen Neuling nach. Deshalb müsse seine Mannschaft in einem vermutlich völlig offenen Spiel in Fußgönheim punkten.

Ein Sieg wäre für den FSV schon deswegen wichtig, weil danach die drei Brocken Offenbach, SVW Mainz und Büchelberg folgen, an denen sich die Fußgönheimer gerade die Zähne ausgebissen haben. „Wir dürfen nach unseren meist guten ersten Hälften nicht einbrechen“, spielt der Trainer auf eine kuriose Begebenheit an. Wäre nach 45 Minuten Schluss gewesen, hätte der FSV zehn Punkte bei 8:1 Toren auf dem Konto. Nimmt man nur die zweiten Halbzeiten steht für Schifferstadt ein magerer Punkt bei 2:8 Treffern zu Buche. Deshalb fordert Drese, dass ökonomischer gespielt werden solle. Neben Cholewa fällt David Furch verletzt aus. Sören Hengstberger nimmt in seiner schwäbischen Heimat eine Stelle als Lehrer an.

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