Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: ASV Fußgönheim mit neuem Trainer beim Tabellenführer

Lukas Kebernik (links) kommt im Sommer zum ASV Fußgönheim und hat mit dem neuen Trainer bereits beim FC Arminia Ludwigshafen (hi
Lukas Kebernik (links) kommt im Sommer zum ASV Fußgönheim und hat mit dem neuen Trainer bereits beim FC Arminia Ludwigshafen (hier gegen TuS Mechtersheim) zusammengearbeitet.

Der ASV Fußgönheim geht mit einem neuen Trainer in den zweiten Teil der Landesligarunde. Gleich zum Auftakt steht ein Auswärtsspiel bei einem Titelaspiranten an.

Nach guter Hinserie mit 24 Zählern aus 18 Partien startet Fußball-Landesligist ASV Fußgönheim am Sonntag, 15.30 Uhr, beim SV Büchelberg in den zweiten Saisonteil. Es ist die Premiere des neuen ASV-Trainers.

Nachdem sich das Trainergespann Dennis Pfeifer und Thomas Gomola, die den ASV ein halbes Jahr zuvor in die Landesliga zurückgeführt hatten, und der Verein überraschend getrennt hatten, hat jetzt mit Chris Chorrosch ein Coach übernommen, der sich einen Namen gemacht hat und mit großen Plänen in Fußgönheim angetreten ist. Der 37 Jahre alte Chorrosch hatte erfolgreich die Regionalliga-A-Junioren des Ludwigshafener SC trainiert und viele junge Spieler zu Akteuren geformt, die heute in der Oberliga eine gute Rolle spielen: Beim Oberligisten FC Arminia erreichte der Coach zunächst einen starken neunten Platz, kurz nach dem Start in die Runde 2025/26 gingen Trainer und Verein getrennte Wege.

„Zug im Training“

In Fußgönheim will Chorrosch wieder durchstarten. „Der Einstieg erfolgt früher als gedacht. Zunächst war geplant, dass ich ab Sommer die Aufgabe übernehme, doch es hat sich dann anders entwickelt“, sagt der Übungsleiter, dessen Trainer-Auszeit letztlich nur wenige Monate dauerte. Die Rahmendaten in Fußgönheim haben ihn ebenso überzeugt wie die Gespräche mit dem Vorsitzenden Stefan Wehe und dem Sportlichen Leiter Franco De Simone. Die Einigung erfolgte rasch. „Der ASV ist grundsolide aufgestellt und gut organisiert. Der Infrastruktur wird demnächst mit einem neuen Belag für den Kunstrasen und einer Flutlichtanlage für den Naturrasenplatz verbessert“, erklärt Chorrosch.

Da der neue Chef als Regional-Vertriebsleiter einer Supermarktkette oft unterwegs und somit beruflich stark beansprucht ist, wird er von Abwehrchef Eduard Hartmann als Co-Trainer unterstützt. „In Gesprächen haben wir festgestellt, dass es passt. Ich schätze Eduard sehr“, bekräftigt der Coach. Er hat sich einen ersten Überblick von der Mannschaft verschafft und freut sich über die hohe Trainingsbeteiligung, die sich auch dadurch erklärt, dass alle Mann an Bord sind, es derzeit keine Verletzten gibt. „Es ist Zug im Training, dennoch benötigen wir Geduld. Die Mannschaft kommt viel über ihre individuelle Stärke, die taktischen Vorgaben werden wir nach und nach erarbeiten“, verdeutlicht Chorrosch.

Arbeit mit jungen Spielern

Der Aufsteiger hat sich ein Sieben-Punkte-Polster zur Abstiegszone erarbeitet, was bei noch ausstehenden zwölf Begegnungen komfortabel, aber kein Ruhekissen ist. „Es sind aber auch nur sieben Punkte bis zu Platz fünf, was für eine sehr ausgeglichene Liga spricht“, erläutert der Trainer. Das deckt sich mit seinen bisherigen Beobachtungen. Den kommenden Gegner SV Büchelberg, der die Tabelle anführt, und den direkten Verfolger Wormatia Worms II hat er schon gesehen und ist beeindruckt. „Das sind die beiden stärksten Teams in der Liga“, ist Chorrosch überzeugt. Aber auch der Verfolgerpulk sei noch nicht abzuschreiben.

Die Planung des neuen Trainers ist langfristig angelegt und basiert auf der Arbeit mit jungen Spielern. „Bedingung für mein Kommen war, dass der Verein diesen Weg mitgeht und uns Zeit gibt“, betont Chorrosch. Bis 2029 soll der ASV Fußgönheim wieder in der Verbandsliga spielen. Schritt für Schritt soll die Mannschaft entwickelt werden. Für die kommende Saison hätten schon 15 Akteure zugesagt, bei einigen anderen ist der Verbleib noch offen. Für die nächste Runde sollen noch zwei, drei Qualitätsspieler kommen wie zum Beispiel der bereits verpflichtete Innenverteidiger Lukas Kebernik vom Bezirksligisten TuS Altrip, den Chorrosch aus seiner Zeit bei der Arminia kennt. Hinzu sollen noch einige junge Leute geholt werden, die der Coach formen kann.

x