Ludwigshafen Kleine Forscher in der Kita

Die Wiesenhüfer-Forscher mit „ihren“ Azubis (v.l.): Lene, Laura Gehm, Moritz, Michelle Gallee, Ben und Lena Werle.
Die Wiesenhüfer-Forscher mit »ihren« Azubis (v.l.): Lene, Laura Gehm, Moritz, Michelle Gallee, Ben und Lena Werle.

«Maxdorf.»Die Wiesenhüpfer sind nun auch kleine Laborratten. Am Samstag hat der evangelische Kindergarten in Maxdorf von der BASF ein Zertifikat verliehen bekommen, denn die Vorschulkinder haben mit Auszubildenden des Unternehmens fleißig geforscht. Was sie im Workshop „Mit Neugier und Pipette“ alles gelernt haben, zeigten sie Eltern, Verwandten und Bekannten bei ihrem Forscherfest.

„Ich probier’ mal was“, verkündet Moritz und schnappt sich Siebeinsätze, Lego-Steine und einen Becher voll Müsli. Unten das feinste Sieb, ein paar Legos als Abstandhalter, darüber ein nicht ganz so feines Sieb, wieder eine Lage Legos und dann das Gitter mit den größten Öffnungen. Dann kommt der beste Teil: das Müsli drüber schütten, ein bisschen rütteln: „Guck! Ganz unten ist der feine Gries“, sagt der Sechsjährige. In ein paar Sekunden hat Moritz große, mittelgroße sowie kleine Körner und Hülsenfrüchte voneinander getrennt. Gelernt haben das die Vorschulkinder von den sechs Auszubildende der BASF in der Lektion „Sieben und Filtern“. Seit Anfang des Jahres sind die angehenden Biolaboranten alle vier bis fünf Wochen zu den Wiesenhüpfern in die Kita gekommen und haben einen ganzen Tag lang mit den Kindern „Forschung betrieben“. Immer ging es um etwas anderes: „Stoffe trennen“ oder „Arbeiten mit geringem Volumen“ waren die Lektionen, erzählt Melanie Stumpf. Die Erzieherin betreut das Forscher-Projekt in der Einrichtung und ist begeistert. Zum einen von der Idee und zum anderen von der Neugier der Kinder. Im vergangenen Jahr hat sich die protestantische Kita bei dem BASF-Projekt „Mit Neugier und Pipette“ beworben, schon bald kamen die ersten Forscher-Kisten mit dem Material – und dann die Azubis. Im eigens dafür eingerichteten Forscherlabor wurde dann gesiebt, gemörsert, pipettiert und vermischt. Und das nicht nur mit den Vorschulkindern: Anschließend wurde mit allen Kids experimentiert, auch mit den ganz Kleinen und den beeinträchtigten Kindern. In jedem der vier Gruppenräume ist nun eine kleine Forscherstation aufgebaut – und wird rege genutzt, erzählt Melanie Stumpf: „Ich war erstaunt, wie schnell die Kinder das Gelernte auch in anderen Bereichen umsetzen wollten.“ So mussten die Kinder unbedingt mal ausprobieren, wie man das Fruchtfleisch aus dem Orangensaft bekommt. Die Intention des Projekts scheint also gelungen: den Forschertrieb und die Lust am Experimentieren schon bei den Kleinsten zu wecken. Das Forscherfest am Samstag war zugleich auch der Abschluss. Und weil es den Kindern so viel Spaß gemacht hat, hatten sie auch Geschenke für die Auszubildenden: Eine von den Kindern bedruckte Forscherschürze und ein kleines Fotoalbum über die Forscherzeit. Die Kita wiederum erhielt von der BASF ein Zertifikat für die Teilnahme. Das Ende des Workshops bedeutet aber nicht, dass nun das kleine Forscherlabor in der Kita geschlossen wird. „Die Erzieherinnen können weiter an Workshops teilnehmen“, erzählt Melanie Stumpf. Und: Das Chemie-Unternehmen werde weiterhin Material zum Experimentieren schicken – für die nächste Generation kleiner Forscher.

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