FUSSBALL
Kein Frust bei Mutterstadt nach Heimniederlage gegen den LSC
Am letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga hat die FG 08 Mutterstadt gegen den Ludwigshafener SC mit 3:5 (1:3) verloren. Es war eine muntere Begegnung, in der die Gäste aufgrund guter Chancenverwertung und ihrer Konterstärke verdient drei Punkte mitnahmen.
Die Chance der Mutterstadter auf Platz zwei und somit die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Landesliga Ost war eher theoretischer Natur. Konkurrent Knittelsheim genügte in Seebach ein Punkt, den der TuS mit einem 2:2 auch holte. Da hätte der FG, die Dritter wurde, auch ein Sieg gegen den LSC nicht mehr gereicht.
Die Gäste ziehen schnell davon
Dass es Mutterstadt schwer haben würde, war früh zu erkennen, denn die Gäste führten nach 23 Minuten mit 3:0. Eine Stärke der Rot-Weißen ist ihr Tempo. Die im 4-1-2-3-System mit einem tiefen Sechser (Chris Chorrosch) und zwei Achtern (Nicolas Lamberty und Leon Lorenz) angeordneten Hochfelder nutzten die Schnelligkeit ihrer drei Spitzen Ensar Arslan, Nicolas Maillet und Can Güney zu überfallartigen Kontern. „Obwohl es für uns um nichts mehr ging, war das eine prima Vorstellung, mit der wir die starken Leistungen der vergangenen Wochen bestätigt haben“, freute sich LSC-Trainer Nauwid Amiri. Sein Team wurde Tabellensiebter.
Das Führungstor erzielte der plötzlich vor Torwart Niklas Wiegand auftauchende Lamberty (2.). Dann traf Maillet, der seinen Gegenspieler mit einem Raketenantritt stehen ließ und die Kugel unhaltbar unter die Latte donnerte (7.). „Beim dritten Tor habe ich Druck auf den Torhüter ausgeübt und darauf spekuliert, dass er mich anschießt“, schildert Maillet die Szene (23.). Genau so kam es auch. Drei Chancen, drei Tore – effektiver geht es kaum. Aus den vergangenen sieben Spieltagen holte der LSC 19 von 21 Zählern und war in diesem Zeitraum die beste Mannschaft der Liga.
Zwei Elfmeter für den LSC
Mutterstadt, das nach einer guten halben Stunde einen Sechser für eine zusätzliche Offensivkraft opferte und auf ein 4-1-3-2-System umstellte, hatte zwar die größeren Spielanteile, aber Probleme, sein Kombinationsspiel aufzuziehen, weil der LSC mit hochstehender Viererkette keine Räume zwischen den Linien gewährte. Das zwang die FG öfter als sonst zu lang geschlagenen Bällen. „Druck und Bemühen waren da, aber wir sind unseren Fehlern, die zu den Gegentoren führten, hinterhergelaufen“, analysierte Spielertrainer Kevin Selzer. Sein Trainerkollege Marco Malizia brachte noch einen anderen Aspekt zur Sprache: „Mitunter haben wir zu unsauber in die Spitze gespielt.“ Das einzige Tor bis zur Pause gelang dem cleveren Fabio Reithermann, der einen Freistoß ausführte, als Torwart Manuel Letzel noch mit dem Stellen der Mauer beschäftigt war (35.).
Die Hoffnungen der Nullachter, im zweiten Abschnitt heranzukommen, war schnell dahin, zumal der LSC in der Abwehr auf Fünferkette umgestellt hatte. Nach einem Konter und Foul an Arslan, verwandelte Maillet den Strafstoß zum 4:1 (51.), und mit einem zweiten Foulelfmeter erhöhte Arslan auf 5:1 (70.). Zuvor hatte Fabio Fleischer nach einem der 13 Eckbälle der FG in höchster Not geklärt (61.) und Selzer mit einem Drehschuss ans Lattenkreuz Pech gehabt (63.). Aber auch Arslan scheiterte nach Zuspiel von LSC-Kapitän Peter Hildebrandt am Aluminium (81.). Gegen Ende gestalteten Reithermann auf Vorarbeit von David Schinnerer (83.) und der eingewechselte Timo Gehrlein mit einem Heber aus 35 Metern über Torhüter Letzel (89.) das Ergebnis etwas erträglicher für Mutterstadt.
Mit dem LSC ist zu rechnen
Trotz der Niederlage gab es nur zufriedene Gesichter bei den Platzherren. „Mit dem Saisonverlauf können wir sehr zufrieden sein“, sagten Selzer und Malizia unisono. Und Mutterstadts Spielleiter Volker Reithermann brachte es auf den Punkt: „Es hat in dieser Runde viel Spaß gemacht, und wir sind noch nicht am Ende unseres Weges.“ Zufrieden sein kann auch der LSC, aber nur mit dem letzten Viertel der Serie, als das Team sein großes Potenzial entfaltete. „Ich glaube, mit uns ist der nächsten Spielzeit zu rechnen“, ist Amiri optimistisch.