Ludwigshafen Kabarett, Show und ein prominentes Bein

Eine Mischung aus Kabarett und Show sowie ein festliches Herbst-Dinner haben die Casino-Party der Karnevalgesellschaft (KG) Eule im Gesellschaftshaus der BASF geprägt. Über 80 geladene Gäste waren der Einladung der Karnevalisten gefolgt und stimmten sich auf die närrische Kampagne ein.
In dem von Präsident Michael Stein mit viel Witz moderierten und von Senator Peter Arnold musikalisch begleiteten Vier-Stunden-Programm sorgte Kabarettist Jens Gabler als „Kurt Knauber“, aber auch in seiner weiblichen Rolle als „Herta Backes“ für viele Lacher im Saal. Auf amüsante Weise berichtete Gabler in Mundart über die Absurditäten des Alltags. Der Wahl-Pfälzer, der in der Region noch relativ unbekannt ist, überzeugte mit komödiantischem Talent. Eine Glanznummer im Programm war wieder die Show-Tanzgruppe von Trainerin Simone Landwehr, die mit farbenprächtigen Kostümen und fantasievollen Masken sowie spektakulärer Akrobatik den „Circus des Lebens“ auf die Bühne brachte. Bei der Casino-Party wurde auch der Hosenband-Orden verliehen. In diesem Jahr wurde diese außergewöhnliche Ehrung Wolfgang Thomasberger zuteil. Der Vorstandsvorsitzende der VR Bank Rhein-Neckar staunte nicht schlecht, als Präsident Michael Stein ihn auf die Bühne bat. Thomasberger ließ sich nicht zweimal bitten, als Stein ihn bat, sein rechtes Hosenbein hochzuziehen und den Fuß auf einen Stuhl zu stellen. Constanze Kraus, die zweite Vorsitzende der KG Eule, legte dem Bankchef den Hosenband-Orden an. Der promovierte Jurist ist als Senator der Eulen schon länger mit dem Friesenheimer Verein verbunden und Fan der TSG Friesenheim, die ebenfalls als „Eulen“ in der Bundesliga Handball spielen. Nach zahlreichen Auszeichnungen in der Ludwigshafener und Mannheimer Fasnacht wird der Hosenband-Orden bei Thomasberger einen besonderen Platz bekommen. „Damit hatte ich nicht gerechnet, ich bin gerührt“, sagte der Geehrte im Kreise der anderen Hosenband-Ordensträgern. Und fast alle trugen die außergewöhnliche Auszeichnung – dafür hatte Präsident Michael Stein gesorgt. Nur einer hatte den Orden diesmal nicht dabei: Willi Foltz, Urgestein der Friesenheimer Fasnacht, hatte das Prunkstück bei der umfangreichen Vorbereitung für die traditionsreiche Eulen-Party im Gesellschaftshaus der BASF wohl vergessen. Der Ehrenvorsitzende zog freiwillig den Geldbeutel und zahlte ohne Murren die Strafe von 11,11 Euro. Noch ehe Stein das Geheimnis des neuen Senator-Mützenträgers lüftete, machte er gleich zwei Alt-Senatoren im Saal ausfindig, die ohne Mütze und Orden erschienen waren: ein grober Regelverstoß. Um 22.22 Uhr wurde schließlich der neue Senator proklamiert: Winfried Kaiser, früherer Geschäftsführer des Ludwigshafener Bauunternehmens Ernst Werry GmbH. Er ist ein guter Freund und Förderer der Karnevalisten. Der Diplom-Bauingenieur zeigte sich über den Senator-Titel derart gerührt, dass ihm die Worte fehlten. Mit ihm fanden die Senatoren der KG Eulen einen echten Friesenheimer, der die Fasnacht liebt und ebenfalls ein Freund der Handballer ist. (wij)