Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Kühner Planer: Architekt Gerd Bauer gestorben

Gerd Bauer, eine Aufnahme von 2002.
Gerd Bauer, eine Aufnahme von 2002.

Ein die Stadt Ludwigshafen mitprägender Mann ist tot, der Architekt und ehrenamtliche Funktionär Gerd Bauer. Gestorben mit 89. Ein Jahr nach seiner Frau Änne, mit der der gebürtige Hemshofer das Ludwigshafener Büro Bauerplan führte.

Als neue Spielstätte der Mannheimer Adler, der Eishockeymannschaft, schlug Gerd Bauer kühn eine Halle über dem Rhein zwischen Mannheim und Ludwigshafen vor. Und jüngst noch bei der Diskussion um das Ludwigshafener Polizeipräsidium plädierte er mit ironischem Unterton für eine kleine Lösung am bisherigen Standort. Einen Neubau am Wendehammer der Straßenbahn, mit einem Steg verbunden, der Herzensbewohner der Parkinsel sprach von einer „Beamtenlaufbahn“. Tatsächlich gebaut von Gerd Bauer und Bauerplan indes wurden zahlreiche private und öffentliche Bauten, uneitle funktional-clevere Lösungen. Die vielleicht bekannteste Architektur dabei ist das Dienstleistungszentrum der Luwoge an der Brunckstraße in Ludwigshafen, ein langgestreckter Monolith und Leuchtkörper, den Bauerplan 2003 an der Seite des Münchner Starbüros Allmann Sattler Wappner realisierte. Legendär soll auch eine Party-Erdhöhle an einem Weiher in Carlsberg gewesen sein, wie ein Kollege schrieb. Ein geselliger, engagierter Mensch, Gerd Bauer, 30 Jahre, von 1977 bis 2006, war er Mitglied der Vertreterversammlung der Architektenkammer. Die örtliche Kammergruppe führt er von 1969 bis 1997. Fast 30 Jahre. Er wird fehlen.

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