Ludwigshafen Jetzt kommt der Angstgegner

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FUSSGÖNHEIM. Nach dem ersten Punktverlust für den ASV Fußgönheim, den Spitzenreiter der Fußball-Verbandsliga, erwartet das Team am Samstag, 15 Uhr, den Tabellenachten Alemannia Waldalgesheim. Das ist ein Angstgegner, denn die letzten vier Heimspiele gegen Waldalgesheim hat der ASV verloren.

Das 2:2 beim LSC haben die Fußgönheimer schnell abgehakt. Schon im Kreis, den Spieler, Trainer und Betreuer nach dem Spiel gebildet haben, richtete Kapitän Kevin Knödler einen flammenden Appell an seine Mitspieler. Der Tenor der kurzen Ansprache: Der ASV wolle und werde mit wieder besserer personeller Ausstattung den ersten Platz verteidigen. Zu den Alternativen zählt Alexander Werner. Das 18 Jahre alte Eigengewächs hatte in der Rückrunde der vergangenen Saison noch als A-Junior super eingeschlagen. Werner bestritt neun Partien, stand zum Ende sechsmal in Folge 90 Minuten auf dem Platz, meist als Innenverteidiger. In dieser Serie begann er rechts in der Kette und musste feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, die starken Vorstellungen zu bestätigen. „Anfangs lief es nicht so bei ihm. Aber das ist ganz normal für einen jungen Spieler“, sagt Trainer Jan Kamuf. Dreimal fehlte er, danach wurde er zweimal eingewechselt. „Ich war in Urlaub und zwei Wochen erkältet. Die Mannschaft hat Erfolg, da ist es schwer, wieder ins Team zu kommen“, räumt Werner ein. Er werde im Training um seinen Platz kämpfen und sich anbieten, versichert der talentierte Abwehrspieler. Helfen könnte Werner, der aufs Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen geht und im Januar Abitur macht, vielleicht die Partie beim LSC. Da hat er mit einer Flanke das 2:2 von Marco Sorg vorbereitet. „Ich baue auf Alexander“, hat Kamuf den in Fußgönheim aufgewachsenen Werner auf der Rechnung. Als Rechtsverteidiger scheinen seine Chancen größer zu sein. Der Ludwigshafener SC erlebt derzeit ein Kontrastprogramm. Zuerst spielte er gegen den bis dato verlustpunktlosen Primus Fußgönheim, jetzt gastiert das Team bei Schlusslicht FSV Offenbach, das noch keinen Zähler geholt hat (Sonntag, 15 Uhr). „Die Mannschaft hat gesehen, was möglich ist, wenn sie viel in eine Partie investiert. Nur mit solchen Leistungen wie wir sie jeweils eine Stunde lang gegen Bingen und Fußgönheim gebracht haben, können wir uns befreien“, erklärt Trainer Michael Drese. Noch immer hat der LSC, der ein schweres Auftaktprogramm hatte, nicht „zu null“ gespielt. Das wird künftig vielleicht besser, denn Innenverteidiger Denis Jolic steht jetzt regelmäßig zur Verfügung. Der Polizeibeamte, der in der vergangenen Runde nur auf neun Einsätze kam, hat die Einheit gewechselt. „Seit dem 1. September bin ich in Mannheim im normalen Schichtdienst, kann häufiger trainieren und falle nicht so oft aus“, sagt der 26-jährige ehemalige Oberligaspieler. Gegen Fußgönheim bot Jolic, der kroatische Wurzeln hat, eine starke Vorstellung. Er stabilisierte die Deckung und unterband mit seiner Kopfballstärke etliche gegnerische Angriffe. „Denis hat eine sehr gute Einstellung und einen hohen Stellenwert im Team. Er ist ein anerkannter Führungsspieler“, betont Drese. |thl

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