Ludwigshafen Japaner ballert Arminia zum Sieg

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Elversberg. Vier Innenverteidiger rein und dazu einen neuen Stürmer – das machte für Arminia Ludwigshafen einen 1:0 (1:0)-Sieg im Oberliga-Duell bei der SV Elversberg II. „Wir hätten 2:0 oder 3:0 gewinnen müssen“, betonte Gästecoach Thomas Fichtner angesichts der zunehmenden Chancenflut. Hinten machte übrigens doch wieder Pietro Berrafato mit dicht, als linker Außenverteidiger …

Die Idee seines – ihn während des Urlaubs vertretenden – Co-Trainers Stefan Malz, den Schlacks in den Sturm zu stellen, wurde also wieder abgeräumt. „Ich kann es auch nicht erklären“, rätselte Berrafato zunächst: „Vielleicht sollte mehr Stabilität rein. Gegen Wirges kam der Gegner ja vor allem über außen.“ Der Verteidiger hatte richtig vermutet: „Der Gedanke war, dass das eigentliche Problem hinten links liegt“, sagte Fichtner, „also haben wir die Löw-Taktik mit vier Innenverteidigern gewählt.“ Berrafato habe das aber „sehr gut gelöst“. Wie im Übrigen auch Daisuke Ando. Der Zugang erzielte in seinem ersten Pflichtspiel für die Arminia gleich den einzigen Treffer – mit einem platzierten Schuss aus gut zwölf Metern in den Torwinkel (44.) – und fiel auch ansonsten durchweg positiv auf. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, viel geackert“, betonte Fichtner, „wir sind bisher sehr zufrieden mit ihm.“ Man müsse ihn bisweilen sogar bremsen, berichtete Berrafato: „Er ist sehr willig, besser geht es nicht. Aber Fouls kennt er nicht aus Japan.“ Nur sprachlich hapert es noch etwas, auch Englisch ist bei Ando schwierig. „Wir machen Zeichensprache, er nimmt alles auf und geht ja auch schon in die Deutsch-Schule“, hat Fichtner keine Bedenken, dass sich die Kommunikation mit dem Knipser klappt. Für wen es nun wann und wie in Abwehr und Angriff klappt – für Berrafato bleibt das eine spannende Frage. „Das wird sich nach und nach zeigen, der Konkurrenzkampf ist groß.“ Seine Vorliebe scheint klar geworden: „Stürmer macht natürlich mehr Spaß, schon wegen des Torjubels. Aber Außenverteidiger kann auch Spaß machen, wenn man es solide spielt.“ Klar sei: „Wir haben einen eindeutig besseren Kader als im letzten Jahr.“ Wer, neben dem SC Hauenstein, Titelfavorit werde, müsse man abwarten – „wichtig ist, dass wir einen guten August spielen“. Die Anfänge sind gemacht. Trainer Fichtner sieht seine Truppe „in der Breite besser“ aufgestellt: „Wir versuchen nach vorne zu kommen, möglichst unter die ersten Fünf.“ Der Respekt seines Kollegen Timo Wenzel ist den Arminen jedenfalls sicher: „Ludwigshafen, das sind alles robuste, große Jungs.“

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