Ludwigshafen Ins Berufsleben reingeschnuppert
Zum Ende des Schuljahres hat am Samstag beim „Tag der Ausbildung“ bei der BASF die berufliche Zukunft junger Menschen im Vordergrund gestanden. Über 3000 Besucher nutzten das Angebot, um sich über die Vielfalt der Ausbildungsberufe beim Ludwigshafener Chemiekonzern informieren. Auch der Bewerbungscheck und die Schnuppertests wurden intensiv genutzt.
Stefan Döring hat eine klare Vorstellung von seiner Zukunft. Der 15 Jahre alte Schüler aus Alzey absolviert die zehnte Klasse und will nach dem Abschluss „etwas Technisches“ machen, wie er erzählt. Er ist deshalb mit der Mutter in die BASF-Ausbildungsstätte ins Gebäude N 964 gekommen. Hier dreht sich fast alles um Technik. Im Mechatronischem Universal-Technikum (MUT) im sechsten Obergeschoss trifft der Schüler dann Dimitrios Stergiou. Der junge Aniliner mit griechischen Wurzeln ist einer der Mechatroniker, der mit Ruhe, Gelassenheit und Fachkenntnis die Fragen der Besucher zur Ausbildung beantwortet. Stergiou zeigt dem 15-Jährigen anhand von Schaubildern und der aufgebauten Technik, auch die Wirkung einer Relaisschaltung. Stefan Döring verfolgt interessiert, wie ein Stromkreis aktiviert und abgeschaltet wird. Er wirkt ein wenig schüchtern. Und damit ist der Alzeyer nicht alleine. Oftmals sind es die Eltern, die das Gespräch suchen. Klaus Krause, einer der Ausbilder kennt diese Situation und erläutert gerade den Eltern des 16 Jahre alten Alexander die Inhalte der Ausbildung. Und er bindet den Jugendlichen in das Gespräch ein, der schnell „auftaut“. Paul Rogatz und seine Kollegin Rebekka Ohnsorge, beide Restaurant-Fachleute in den Wirtschaftsbetrieben, nutzen im benachbarten Speisesaal in N 960 die Gelegenheit, um junge Leute für Berufe in Gastronomie und Hotel zu interessieren. „Welche Erfahrungen haben Sie schon?“, fragt Rogatz die 16 Jahre alte Michelle. „Noch keine, aber ich möchte mit Menschen zu tun haben, aber auch meine Fremdsprachen Englisch und Französisch im Berufsalltag nutzen können“, sagt die Mannheimerin. Rogatz empfiehlt der angehenden Abiturientin, sich mit dem Dualen Studiengang „Internationales Hotelmanagement“ vertraut zu machen. Außerdem gibt’s einen kleinen Praxistest. Zu den jeweiligen Getränken, sind die richtigen Gläser zuzuordnen. „Oh, das ist ja nicht ganz einfach“, meinte die 16-Jährige. „Der ’Tag der offenen Tür’ ist ein wichtiges Instrument. Wir können mit vielen Jugendlichen und ihren Eltern Gespräche führen. Sehr positive Rückmeldungen haben wir zu unseren Auszubildenden bekommen, die ihre Berufe mit Leidenschaft bei Mitmachaktionen vorgestellt haben“, berichtet Richard Hartmann, Leiter der Ausbildung bei der BASF. An einem der vielen Stände ist das BASF-Unternehmen „Bauen und Wohnen“ vertreten. Dort wirbt Swantje Goebel um die freien 91 Wohngemeinschaftsplätze (WG) in BASF-Wohnungen. Die Devise dabei lautet: „Hotel Mama war gestern“. Für Azubis und Studenten hält der Konzern die Zimmer jeweils in einer Zweier- oder Dreier-WG bereit. „Wir bekommen jährlich um die 50 Anfragen. Das Angebot gilt für die Dauer der Ausbildung und kann danach nochmals um sechs Monate verlängert werden“, so Goebel. Nils fragt