Ludwigshafen Heimspiel gegen Schlusslicht verloren
LUDWIGSHAFEN. Die männliche A-Jugend der TSG Friesenheim tritt auf der Stelle. Eine Woche nach der 27:28-Niederlage beim TV Gelnhausen ist der Mannschaft von Trainer Klaus Billmaier in der Bundesliga auch gegen den Tabellenletzten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit 26:28 (14:16) kein Befreiungsschlag gelungen. Erfolgreichster Torschütze war Neuzugang Paul Schutzius.
Ratlosigkeit nach dem Abpfiff. Mit hängenden Köpfen saßen Paul Schutzius, Lars Hannes und Dominik Lenz auf der Bank. Der Schock nach der zweiten Niederlage in Folge saß tief. Gegen die bisher sieglosen Hessen, die das Tabellenende in der Staffel Ost der höchsten Nachwuchsliga zieren, hatte die TSG zwei Zähler fest eingeplant. „Die Niederlage tut weh und ist ärgerlich“, sagte Schutzius nachdenklich. Die Schlussphase mit den vergebenen Möglichkeiten hatte der Linkshänder noch vor Augen. Es waren zwei Halbzeiten mit unterschiedlichen Schwächen. In Spielabschnitt eins bekamen die Friesenheimer in der Defensive keinen Zugriff und gerieten schnell in Rückstand. Die Sechs-Null-Abwehr hatte größte Mühe die Würfe von Strahinja Vucetic und Mats Laun zu unterbinden. Auf der Gegenseite verwarfen die Gastgeber reihenweise die Bälle. Zwölf Würfe fanden nicht das Ziel. Das brachte Billmaier auf die Palme. Die Konsequenz: Er stellte die Abwehr auf eine Fünf-Eins-Deckung um, was zunächst nur wenig Wirkung zeigte. Auch deswegen, weil die Zusammenarbeit im Abwehrverbund nicht fruchtete. „Es ist mir ein Rätsel, weshalb die Absprachen nicht umgesetzt wurden“, haderte Billmaier. Mit zwei Toren in Folge schafften Aaron Schleidweiler, der für den verletzten Yannick Muth in die Anfangsformation rückte, und Schutzius nach der Pause das 16:16. Es keimte Hoffnung auf einen doppelten Punktgewinn. Zwar legte Wiesbaden nochmals vor, aber Tim Freitag gelang nach Zuspiel von Hannes das 19:19, dem Schutzius das Führungstor folgen ließ. Der Bann schien gebrochen. Freitag und zweimal Hannes sorgten für die 23:19-Führung (44.). Euphorisch suchte Friesenheim danach zu schnell den Abschluss und scheiterte immer wieder an Gästekeeper Nicolas Robinson. Wiesbaden ging mit fünf Toren in Folge 24:23 in Führung. Das Nervenflattern begann. Die Zahl der technischen Fehler nahm auf beiden Seiten rapide zu, dennoch gelang Schutzius das 26:25 (55.). Das war am Ende doch zu wenig, nachdem der 17-jährige Schüler zuvor mit einem Tempogegenstoß sowie einem Siebenmeter gescheitert war. Der sonst zuverlässige Spielmacher Lenz scheiterte mit drei Würfen in der Schlussphase, während Vucetic mit drei Toren Wiesbaden zum ersten Saisonsieg führte. „Wir müssen aus den Fehlern lernen“, sagte Schutzius. So spielten Sie TSG Friesenheim: Distl, Hoblaj (ab 50.) - Jansen (4), Lenz (3), Schleidweiler (4) - Schutzius (6), Freitag (4/2) - Hannes (4/1) - Blohm, Pfeil (1/1), Sulta HSG Wiesbaden: Robinson - Vucetic (10/2), Laun (3), Schönberger (2) - Vella, Kirchmeier (1) - Walter (5) - Köster (4), Hermsen, Bauer, Hegebart (2), Monthuley (1). Spielfilm: 4:3 (6.), 5:6 (12.), 6:9 (18.), 9:11 (20.), 12:13 (25.), 13:16 (29.), 16:16 (32.), 20:19 (40.), 23:19 (44.), 23:24 (48.), 26:25 (55.), 26:28 (60.). - Siebenmeter: 6/4 – 3/2 - Zeitstrafen: 1 – 2 - Beste Spieler: Schutzius, Schleidweiler, Distl – Vucetic, Walter - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Baltz/Michels(Heddesheim). |wij