Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Hausaufgaben für den Endspurt

Die Mundenheimer Herren finden diese Saison bislang immer einen Weg, Spiele zu gewinnen, in denen es holpert. Im Bild zu sehen s
Die Mundenheimer Herren finden diese Saison bislang immer einen Weg, Spiele zu gewinnen, in denen es holpert. Im Bild zu sehen sind: Marcel Deege, Sascha Hanke, Timo Naas (halb verdeckt), Luca Wilbrandt und Max Schneider (von links).

Die Herren der VTV Mundenheim bleiben in eigener Halle weiter ungeschlagen und damit souverän an der Tabellenspitze der Oberliga. Beim 27:25 gegen den HV Vallendar tat sich Mundenheim aber über weite Strecken schwer. Für Trainer Steffen Schneider war das nicht überraschend. Er hat einen Plan für den Endspurt.

Nach zehn Minuten saß Aaron Schleidweiler nur noch auf der Bank. „Ich habe seit dem Völklingen-Spiel Schulterprobleme“, erklärte der stellvertretende Mannschaftskapitän der VTV Mundenheim. Doch am Samstag ging es nicht mehr. Schleidweiler hatte sich schon gegen Völklingen und auch unter der Woche gegen Eckbachtal durchgebissen.

Das Spiel gegen Vallendar war für die Mundenheimer der dritte Auftritt innerhalb von acht Tagen. Vielleicht einer der Gründe, warum es bei den VTV nicht so gut lief wie gewohnt. „Wir standen am Anfang nicht kompakt genug in der Deckung“, beobachtete Schleidweiler von der Seitenlinie. „Und wir haben vorne unsere freien Würfe nicht gemacht“, ergänzte Routinier Sascha Hanke, der Schleidweiler ersetzte.

Tatsächlich verpassten die Gastgeber es schon in Halbzeit eins, sich entscheidend abzusetzen, Das lag zum einen an den zehn Fehlwürfen und zum anderen daran, dass die großen Mundenheimer Abwehrspieler so ihre Probleme mit dem kleinen, aber dafür sehr wendigen Rückraum der Gäste hatten. Die wendigen Spieler waren schwer zu greifen.

Entsprechend angefressen war VTV-Trainer Steffen Schneider von der Leistung seiner Mannschaft. „Wir sind nicht so aufgetreten, wie es unser eigener Anspruch ist. Ich hatte vor Vallendar gewarnt, aber die Mannschaft hat mir offensichtlich nicht zugehört“, haderte er.

„Schießen nicht jeden Gegner aus der Halle“

Immerhin zeichnet es die Mundenheimer aus, dass sie in dieser Saison trotzdem einen Weg finden, auch solche Spiele zu gewinnen. Auch hierfür kennt Schneider den Grund: „Es ist nicht zu erwarten, dass wir in dieser Liga jeden Gegner aus der Halle schießen. Für uns ist jedes Spiel harte Arbeit.“ Diese hatten die VTV-Akteure wieder einmal angenommen, erarbeiteten sich im zweiten Durchgang langsam, aber sicher einen Vorsprung und brachten diesen dann einigermaßen sicher ins Ziel. Spätestens mit dem 27:23 durch Marco Binnes war die Begegnung zwei Minuten vor dem Ende entschieden. Binnes war, gemeinsam mit Simon Schleidweiler, mit jeweils vier Treffern auch erfolgreichster Torschütze gegen seinen Stammverein. Wirklich zufrieden konnte er mit seiner Wurfausbeute aber, wie praktisch alle Mundenheimer, nicht sein.

Trainer Schneider hatte die Partie gegen Vallendar relativ schnell abgehakt. „Das Wichtigste aus dieser Woche waren die sechs Punkte“, atmete er auf. Der Fokus liege nun auf der Partie am kommenden Samstag bei der SG Saulheim. „Für uns beginnt nun die Crunchtime in der Liga. Die wollen wir Schritt für Schritt abarbeiten“, sagt er. Deshalb gelte die volle Aufmerksamkeit nun auch erst einmal Saulheim, ehe die VTV in der Woche danach beim Tabellendritten TV Homburg zu Gast sind. „Ziel ist es, dass wir jeweils unsere Hausaufgaben machen“, gab Schneider seiner Mannschaft mit auf den Weg in den Endspurt.

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