Ludwigshafen Hartmann verlässt den FC Arminia

LUDWIGSHAFEN. Der abstiegsgefährdete Fußball-Oberligist FC Arminia Ludwigshafen erwartet heute, 15 Uhr, den Tabellensiebten Schott Mainz. Der FCA wartet seit 21. November auf einen Heimsieg. Innenverteidiger Eduard Hartmann wird die Arminia nach nur einem Jahr wieder verlassen.
Der 29 Jahre alte Hartmann war vor der Saison von der SGK Heidelberg gekommen und hatte sofort eingeschlagen. Der Abwehrspieler hat bisher nur eine Partie verpasst, weil er gesperrt war, stand ansonsten in allen Spielen 90 Minuten auf dem Feld. Er war beim früheren Trainer Thomas Fichtner gesetzt und ist es auch bei Nachfolger Frank Hettrich. Hartmann überzeugt nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Er gewann mit seiner unkomplizierten Art auf Anhieb die Sympathien der Verantwortlichen und Zuschauer. Ab Sommer wird der Innenverteidiger für den badischen Landesligisten Fortuna Heddesheim spielen. „Es sind in erster Linie berufliche Gründe, die mich dazu bewogen haben, den Verein zu wechseln“, sagt Hartmann. Er arbeitet bei der Post und hat samstags immer Dienst. Und die Oberliga spielt in der Regel an diesem Tag. „Eigentlich arbeite ich samstags bis 15 Uhr, aber ich versuche, früher Schluss zu machen. Das ist auf Dauer zu stressig und kein Zustand“, erklärt Hartmann. Bei Auswärtsspielen nimmt ihn häufig jemand im Privatauto mit – so wie vor einer Woche bei der Partie in Völklingen Betreuer Reinhard Schäffner. Ein weiterer Grund ist das finanziell lukrativere Angebot der Heddesheimer. „Die Fortuna will mich schon seit drei Jahren verpflichten, doch ich habe immer abgesagt“, erklärt Hartmann. Jetzt hat er den Nordbadenern die Zusage gegeben. Heddesheim spielt in der Regel sonntags, das ist problemlos für den Post-Mitarbeiter. Und wenn doch mal eine Partie auf einen Samstag terminiert ist, sind die Fahrten wesentlich kürzer. „Ich werde in den letzten Spielen aber alles dafür geben, dass wir nicht absteigen“, sagt Hartmann. Er wird bei den Arminen eine große Lücke hinterlassen, wie Trainer Frank Hettrich bestätigt. „Ich hätte ihn sehr gerne behalten, weil er ein erfahrener und guter Spieler ist“, bedauert der Coach den Abgang seiner Nummer 17. Die Arminia hat das Hinspiel gegen gegen Mainz nach einer 2:0-Pausenführung noch mit 2:5 verloren. Auch in der vergangenen Saison sahen die Arminen schlecht aus, verloren 2:4 und 0:2. (thl/Archivfoto: Kunz)