Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Großes Interesse an Senioren-Wohnprojekt im Stadtteil Süd

In den Geschäftsräumen von Birgit Stärk (links) im Depot LU gab es für die Interessenten für die Wohnungen viele schriftliche In
In den Geschäftsräumen von Birgit Stärk (links) im Depot LU gab es für die Interessenten für die Wohnungen viele schriftliche Informationen.

Ein Komplex mit Seniorenwohnungen im Ludwigshafener Musikerviertel soll bald bezugsfertig sein. Schon jetzt konnten die Appartements besichtigt werden.

Die 15 Senioren-Appartements mit Gemeinschaftsräumen, die derzeit in einem ehemaligen Bürogebäude im Musikerviertel im Stadtteil Süd entstehen, stoßen auf großes Interesse. Das ist in der vergangenen Woche bei einem Infotag deutlich geworden, zu dem die Bauherren Birgit Stärk und Architekt Christian Behnisch eingeladen hatten.

Zahlreiche Neugierige fanden sich zunächst in den Geschäftsräumen der beiden Unternehmer im Depot LU an der Rheinallee ein, um sich anhand von Grundrissen und Visualisierungen einen Überblick über das Projekt zu verschaffen. Danach stand eine Besichtigung des Rohbaus in der Brucknerstraße auf dem Programm. Alle Projekt-Beteiligten stellten sich vor und standen für Fragen bereit. Neben Unternehmerin Stärk und Architekt Behnisch sind noch die Sozialstation und der Pflegestützpunkt Cura Beierlein aus Oppau mit im Boot.

Sportlicher Zeitplan

Birgit Stärk skizzierte das Projekt, dessen Planung erst im vergangenen September gereift sei – beim Eisessen mit dem Architekten im Musikerviertel, wo das Duo auf das leer stehende Bürogebäude aufmerksam geworden ist und dieses dann wenig später erworben hat. „Wir haben mittlerweile eine tolle Baustelle mit einem tollen Team“, betonte Stärk, dass der Zeitplan sportlich sei. Bis Ende August/Anfang September sollen die Zwei- bis Dreizimmer-Senioren-Appartements mit Wohnflächen bis zu 65 Quadratmeter fertig werden und die ersten Bewohner einziehen. Christian Behnisch erläuterte die Vorgehensweise beim Bau: Vom ursprünglichen Bürogebäude sei nur das Skelett erhalten geblieben. Darüber sei dann ein neues Gebäude in Holzbauweise gestülpt worden.

Architekt Christian Behnisch (Mitte) erläutert im Rohbau in der Brucknerstraße, wie die hohen Räume ausgestattet werden sollen.
Architekt Christian Behnisch (Mitte) erläutert im Rohbau in der Brucknerstraße, wie die hohen Räume ausgestattet werden sollen.

Die künftigen Bewohner sollen in dem barrierefreien Komplex dank eines Pflegekonzeptes so lange leben können, wie sie sich das wünschen – auch wenn sie bereits einen höheren Pflegegrad haben. Sie können in ihren abgeschlossenen vier Wänden ihre Privatsphäre genießen und in Gemeinschaftsräumen Zeit mit ihren Nachbarn verbringen. Marlene Beierlein zufolge wird der Pflegedienst zu festen Zeiten vor Ort sein und Aktivitäten wie gemeinsames Grillen oder Kochen, Themenabende und Erzählcafés oder auch Basteln und Töpfern anbieten.

Gut durchdachter Grundriss

Die Infotag-Gäste hatten viele individuelle Fragen, etwa zur kulinarischen Versorgung der Bewohner oder zu einem Service fürs Wäschewaschen. Besonders gespannt waren die Besucher auf den Rohbau und den Zuschnitt der Wohneinheiten. Exemplarisch hatten die Bauherren eine Zwei- und eine Dreizimmerwohnung vorbereitet.

Beeindruckt hat die Besucher neben der zentralen Lage im attraktiven Musikerviertel die Deckenhöhe von mehr als drei Metern und der gut durchdachte Grundriss der Appartements. Eine 71-Jährige aus Süd berichtete, dass sie sich einfach mal über das Projekt informieren wolle. Denn ihr Mann sei bereits pflegebedürftig, aber es sei schließlich ein großer Schritt, ein Haus oder eine große Wohnung aufzugeben, in der man viele Jahre gelebt hat, und in eine kleinere Bleibe zu wechseln.

Da geht es bald auf die Terrasse.
Da geht es bald auf die Terrasse.

Eine 75-jährige Parkinsulanerin schilderte, dass sie viel Arbeit habe mit einem großen Haus mit großem Garten. Das falle ihr mittlerweile nicht mehr leicht. Daher denke sie über eine Veränderung nach. Auch ältere Paare und mittelalte Frauen mit alten Müttern schauten sich in dem Rohbau um. Viele einte in Gesprächen die Überlegung, dass es zwar reizvoll sei, in eine gut geschnittene neue Wohnung einzuziehen. Aber es sei schwer, das Gewohnte und die vielen Dinge, die sich in einem Leben ansammeln, aufzugeben.

Noch Fragen?

Interessenten für die Seniorenwohnungen im Quartier Bruckner können sich im Netz ausführlich informieren: https://bestraum.de/

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