Mannheim Gas-Ausstieg: MVV-Chef kommentiert Entscheidung des Gemeinderats

Die MVV-Zentrale in Mannheim
Die MVV-Zentrale in Mannheim

Zur aktuellen Diskussion um den Gasnetzausstieg der MVV hat sich Vorstandsvorsitzender Georg Müller noch einmal zu Wort gemeldet: „MVV begrüßt den Beschluss des Gemeinderats. Er enthält die zentralen Elemente, die auch in der Diskussion zur Sprache kamen, und ist ein starkes Signal, die Wärmewende in Mannheim gemeinsam weiter voranzubringen. Entgegen wiederholt anderslautenden Zuspitzungen gibt es für MVV unverändert kein fixes Ausstiegsdatum.“

Das Auslaufen des Konzessionsvertrags mit der Stadt Mannheim Ende 2034 stehe in keinem Zusammenhang mit Überlegungen zum Gasnetzrückzug, heißt es weiter. Einseitige Maßnahmen zur Stilllegung von Teilen des Gasnetzes durch die MVV seien zudem nicht vorgesehen. Laut Müller steht das Gasnetz in Mannheim bis auf Weiteres zur Verfügung. Ein „Umsetzungsgesetz zur EU-Gasbinnenmarktrichtlinie in deutsches Recht“ liege noch nicht vor. Es müsse bis spätestens August 2026 in Kraft treten und werde „dann – aber auch erst dann – den Rahmen für die Erstellung konkreter und schrittweise vorgehender Stilllegungspläne bilden, die es bisher noch nicht gibt“.

Müller betont, dass es der MVV darum gegangen sei, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig darauf hinzuweisen, dass sich Erdgas insbesondere aufgrund der zukünftig stärker ansteigenden CO2-Bepreisung und steigender Netzentgelte in den kommenden Jahren deutlich verteuern werde. „Dies sollte bei anstehenden Entscheidungen bei der Gebäudeheizung berücksichtigt werden“, sagt er.

Im November des vergangenen Jahres war der Energieversorger MVV mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit gegangen, das Gasnetz in Mannheim bis 2035 stillzulegen. Zuletzt hatte sich bei großen Teilen des Mannheimer Gemeinderats vor allem Widerstand gegen ein fixes Gas-Ausstiegsdatum formiert.

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