Ludwigshafen Fussball: Schmerzhafte und unnötige Niederlage

EPPELBORN. Mit leeren Händen kehrte der FC Arminia Ludwigshafen am Samstagabend vom Gastspiel bei Hertha Wiesbach in der Fußball-Oberliga zurück. Das 1:2 (0:0) schmerzt, weil es eine unnötige Niederlage war. „Einen Punkt musst du hier mitnehmen“, befand Arminia-Coach Thomas Fichtner, den der Ballverlust vor dem Siegtreffer der Herthaner ärgerte.
Nach der verdienten, wenn auch glücklich zustande gekommenen Führung der Wiesbacher – Engin Yalcin hatte von rechts in den Strafraum geflankt, dort schlug Angelo Dal Col über den Ball, der neben ihm laufende Jan-Marlon Stutz stolperte ihn dann mehr ins Tor von Peter Klug (55.) –, kam Ludwigshafen zurück. Tim Amberger hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern zum 1:1 ins Tor (58.). Es hätte das Tor zur Punkteteilung sein können. Denn vor den beiden Treffern ließen beide Mannschaften die Präzision im Abschluss vermissen. Wiesbach hatte ein Chancenplus und spielerische Vorteile, Arminia brauchte eine Weile, um ins Spiel zu kommen, zeigte dann eine gute kämpferische Leistung und setzte den ersten spielerischen Glanzpunkt. In der 14. Minute startete Manuel Maier einen Angriff über die linke Seite, passte in die Mitte zu Jan-Michael Drese, der legte quer zu Amberger. Der Arminia-Angreifer versetzte Philippe Persch, der Ball zappelte im Netz, doch Schiedsrichter Rainer Wulftange gab den Treffer nicht. Amberger soll seinen Gegenspieler gefoult haben. „Tim ging klar zum Ball“, kommentierte Fichtner die Szene hinterher. Die Null hielt in der ersten Halbzeit Peter Klug fest, als er einen Kopfball von Marius Neumeier über die Latte lenkte. Ambergers toller Schuss flog kurz vor der Halbzeit knapp am Hertha-Tor vorbei. Dass es dann doch nicht zur Punkteteilung reichte, lag an Valentin Solovej. „Er hat in der Halbzeit zu mir gesagt, ,wenn du heute ein Tor schießen willst, dann wechsle mich ein“, berichtete Hertha-Trainer Heiko Wilhelm von dem Gespräch mit seinem Stürmer in der Halbzeit. In der 66. Minute schickte er Solovej aufs Feld, wenige Sekunden später erfüllte der bullige Angreifer sein Versprechen. „Wir haben Einwurf, verlieren den Ball und der trifft sensationell“, schilderte Fichtner die für die Arminia ärgerliche Situation, als Solovej den Ball aus mehr als 25 Metern ins Lattendreieck hämmerte. Es folgten sechs Minuten, in denen es einem bange um die Arminia werden musste. Zweimal Solovej und dreimal Dal Col vergaben das 3:1, dreimal parierte Klug, der am Samstag eine Klassepartie zeigte. „In den letzten zehn Sekunden schläft meine Abwehr, da hatten wir Glück“, kommentierte Wilhelm die Szene, in der Marcel Bormeth nach Zuspiel von Amberger an Hertha-Schlussmann Persch scheiterte. „Das war ein Siebenmeter, den man machen kann“, bemerkte Fichtner, der die Partie in den Schlussminuten von der Tribüne aus verfolgen musste, weil er nach einem Foul an Christoph Böcher protestiert hatte. (daa)