Ludwigshafen Fußgönheim will Talentschmiede werden
FUSSGÖNHEIM. Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim hat sein Team stark verjüngt und baut verstärkt auf talentierte Nachwuchsspieler. Das soll das Konzept der Zukunft sein. Der ASV will die eigene Jugend stärken, aber auch eine Anlaufstelle für Talente aus der Region sein.
„Diese Ausrichtung soll ein Signal sein. Wir wollen eine gute Adresse für junge Spieler werden. Das heißt aber nicht, dass es ohne erfahrene Akteure geht. Der Mix ist entscheidend“, sagt Vorsitzender Jürgen Hummel. Das Einzugsgebiet umfasse die Verbandsgemeinde und die umliegenden Ortschaften. Im Jugendbereich haben die Fußgönheimer schon mal ein Ausrufezeichen gesetzt. Als Nachfolger des beruflich stärker beanspruchten Benjamin Bischoff, unter dem die A-Junioren laut Hummel die beste Platzierung seit Jahren erreichten, haben die Ex-Profis Fisnik Myftari als Coach und Philipp Stiller als Co- und Fitnesstrainer der A-Junioren übernommen. „Da sind wir super aufgestellt“, verdeutlicht Hummel. Das schließt die in der B-Klasse spielende zweite Garnitur ein, für die mit dem in Fußgönheim aufgewachsenen Jascha Prinz eine Integrationsfigur als Trainer gewonnen wurde. Die Fußgönheimer legen Wert auf gute Ausbildung und kontinuierliche Entwicklung der Nachwuchskräfte und rennen damit beim Trainer offene Türen ein. „Das entspricht exakt meinen Vorstellungen“, versichert Coach Kamuf. Für den 29 Jahre alten Übungsleiter ist als Trainer am DFB-Stützpunkt Heidelberg die Arbeit mit jungen Spielern nichts Neues. Kamuf berichtet, er habe in der Sommerpause fast 50 Anrufe von Kickern bekommen, die Interesse an einem Wechsel zum ASV gezeigt haben. Passend zum neuen Konzept ist der ehemalige Co-Trainer Axel Bischoff (57) als Assistent wieder im Boot. Er hat Erfahrungen als Stützpunkttrainer gesammelt. „Ich hatte aus privaten Gründen eine Pause eingelegt, bin aber jetzt wieder dabei und unterstützte Jan“, erklärt Bischoff. Beide Trainer betonen, dass sie die Auffassung über den Weg des ASV teilen. Der Eingliederungsprozess scheint schon weit fortgeschritten zu sein. „Es gibt eine klare Hierarchie, aber keine Grüppchenbildung. Die Stimmung ist extrem gut“, hat Kamuf erkannt. Das liegt vielleicht auch daran, dass der ASV bisher keine schweren Verletzungen verkraften musste und in den Testspielen gegen die Oberligisten Pfeddersheim, Arminia Ludwigshafen und Mechtersheim überzeugte. Der 26-Mann-Kader soll bis Saisonbeginn auf 22, 23 Spieler reduziert werden. Das Saisonziel bleibt unverändert. Die Fußgönheimer streben die beste Saison ihrer Vereinsgeschichte an. In der vergangenen Runde fehlten nur sechs Tore dazu. Vielleicht klappt es nun mit den anvisierten 50 Punkten. Einwurf |thl