Handball RHEINPFALZ Plus Artikel FSG-Damen zu schnell für VTV Mundenheim

E. Erden
E. Erden

Die neuformierte FSG Ketsch/Friesenheim 2 setzt in ihrer Premierensaison bereits im dritten Saisonspiel ein erstes Ausrufezeichen und gewinnt das Oberligaderby gegen die Damen der VTV Mundenheim mit 40:22.

Die Ausgangssituation beider Mannschaften hätte kaum unterschiedlicher sein können. Während die VTV eine Woche zuvor den ersten Saisonsieg einfahren konnten, verlor die FSG auswärts in Marpingen deutlich und hatte im ersten Derby beider Teams einiges gutzumachen. Die FSG setzte die Gäste aus Mundenheim von Beginn an unter Druck. In der Abwehr gelang es, die VTV vom Tor wegzuhalten. Im Angriff schaffte es die FSG, durch schnelle Anspiele nach Mundenheimer Torerfolgen oder Kontern nahezu unbedrängt zu einfachen Treffern zu kommen. Nach dem Tor zum 8:4 nahmen die VTV ihre erste Auszeit (12.). Im Anschluss zeigten sich die Gäste im Angriff nun deutlich verbessert und kamen durch Anna Butz zum zwischenzeitlichen 12:11 (22.).

„Nach der 8:4-Führung haben wir den Gegner durch einfache Fehler wieder rankommen lassen. Das müssen wir in Zukunft zu verhindern wissen“, sagt FSG-Trainer Eyub Erden. Ein Ausgleich oder gar eine Führung blieb den VTV jedoch verwehrt. Den Gastgeberinnen gelang es, in der Abwehr nun wieder den Druck aufzubauen sowie die Führung auszubauen. Linda Götz verkürzte durch einen direkten Freiwurf nach dem Ertönen der Halbzeitsirene noch auf 16:13 für die VTV.

In nur vier Minuten zieht die FSG davon

„Wir haben in der ersten Hälfte gut mitgehalten. Haben uns nach zweimaligen Vier-Tore Rückstand wieder zurückgekämpft und wollten dort im zweiten Abschnitt anknüpfen“, sagt VTV-Trainer Thorsten Engert. Nach Wiederanpfiff war es jedoch die FSG, die nochmals das Tempo erhöhte und die VTV überrannte. In weniger als vier Minuten stieg der Vorsprung der FSG auf 21:13. Nach der zweiten Mundenheimer Auszeit kam die FSG durch Mona Kuczaty zum 24:14 (39.). Das Spiel war nun endgültig entschieden. Dies dämpfte jedoch nicht die Spielfreude der FSG, die weiter Druck machte. „Wir bekommen durch unsere schlechte Rückzugsbewegung über den gesamten Spielverlauf keine Ruhe in unser Spiel. Das hat uns zu Beginn der zweiten Hälfte endgültig aus dem Spiel genommen“, so Engert.

In den letzten Minuten der Partie ging die Treffsicherheit der FSG etwas zurück. Was eher an der Anzahl der getätigten Sprints als an einer Steigerung der Abwehrleistung der Gäste gelegen haben dürfte. Durch zwei späte Strafwürfe von Maike Freitag knackte die FSG dennoch die 40-Tore Marke. „Wir haben in der zweiten Hälfte unser echtes Gesicht gezeigt. Wir konnten das Tempo über die gesamte Hälfte halten. Im Vergleich zur ersten Hälfte sogar schon zu Beginn steigern. Wir befinden uns dennoch weiterhin in der Findungsphase, was im ersten Abschnitt kurz sichtbar war. Wir streben an, ab November als komplett funktionierende Einheit die Leistung des zweiten Abschnitts auch über ein komplettes Spiel abrufen zu können“, so FSG-Trainer Erden.

T. Engert
T. Engert
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