Fußball
FC Arminia Ludwigshafen: Monettas Plan geht auf
Beim Tabellennachbarn Rot-Weiß Koblenz siegte der FC Arminia Ludwigshafen mit 3:2 (1:1) und kann durchatmen.
Mit diesem Auswärtserfolg haben die Ludwigshafener wettbewerbsübergreifend den vierten Sieg in Folge gefeiert und den Kontakt zum unteren Tabellen-Mittelfeld hergestellt. Die Stimmung im Team ist gelöster, Automatismen sind erkennbar, und die Rädchen greifen besser ineinander als noch vor wenigen Wochen. Das hängt vielleicht auch ein bisschen damit zusammen, dass Trainer Matteo Monetta zum dritten Mal in Folge in einer Oberligapartie dieselbe Formation auf den Rasen geschickt hat. „Ja, das gibt uns auf jeden Fall Sicherheit. Die Spieler bestätigen das Vertrauen, das ich in sie setzte“, erklärt der Coach.
Arminia kommt gut ins Spiel
Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste, die sehr konzentriert verteidigten und in der ersten halben Stunde keine klare Möglichkeit für Rot-Weiß zuließen. „Meine Mannschaft hat gut aus der Abwehr heraus gespielt. Natürlich geht es in erster Linie um Ergebnisse, aber es geht auch um Entwicklung. Phasenweise war das schon sehr ordentlich“, sagt Monetta. Dennoch geriet der FCA in Rückstand: Ein Schuss von Tyler-Jeremy Wozny, der vermutlich weit am Tor vorbeigegangen wäre, wurde so unglücklich abgefälscht, dass er im Netz landete (40.). Vor Wochen hätte ein solches Gegentor die Arminia aus der Bahn geworfen.
Doch die Reaktion folgte auf dem Fuß. Nach einem abgewehrten Eckstoß flankte Kevin Selzer den Ball noch einmal in die Mitte, wo Innenverteidiger Lukas Hartlieb per Kopf erfolgreich war (43.). Dass es aber weiterhin Verbesserungspotenzial gibt, wurde beim erneuten Rückstand deutlich: Zweimal wurde eine Ecke zu kurz abgewehrt, dann schlug eine Direktabnahme von Zavier Ghebrezghi im Gehäuse der Ludwigshafener ein (63.). „Ein Manko war mitunter, dass die Kugel nach Ballgewinnen zu schnell wieder beim Gegner war“, betont der 41-jährige Übungsleiter.
Zwei frische Kräfte
Dann griff Monetta zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Für die beiden müder werdenden Stürmer Yassin Memokoh und Maximilian Krämer brachte er mit den eher dem Mittelfeld zuzuordnenden Leon Zinnicke und Philip Krischa zwei frische Kräfte. Der Schachzug ging auf. „Philip kann auch weiter vorne spielen. Und Leon ist torgefährlich, weil er ruhig am Ball ist“, erläutert der Coach seine Idee. Und tatsächlich waren beide am Umschwung beteiligt. Nach Zuspiel von Ricardo Antonaci gelang Zinnicke mit einem raffinierten Schuss an drei Gegenspielern vorbei der Ausgleich (79.). „Ein Punkt wäre für uns in Ordnung gewesen“, sagt Monetta.
Doch es wurden drei, weil in der 85. Minute Krischa bei einer Hereingabe von Malte Moos einen Gegenspieler band, sodass der dahinter postierte Zinnicke per Kopf traf. Koblenz reagierte mit einer Schlussoffensive. „Ich habe zwei zusätzliche Defensivspieler gebracht. Wir wollten kein Risiko eingehen, sondern den Vorsprung über die Zeit bringen“, beschreibt der Trainer die Taktik für die letzten Minuten. Der Plan hat funktioniert.