Ludwigshafen FC Arminia auf dem Weg in die Krise

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LUDWIGSHAFEN. Krisensymptome kann beim Fußball-Oberligisten Arminia Ludwigshafen keiner mehr leugnen. Wie schon Schott Mainz genügte auch der SV Elversberg II eine Durchschnittsleistung, um beim 3:1 (0:0)-Sieg drei Punkte aus dem Südwest-Stadion zu entführen.

Die Mannschaft präsentierte sich gegen Elversberg II mental anfällig. „Bis zum 0:1 war es in Ordnung. Das Tor hat uns einen Knacks gegeben“, sagte Trainer Thomas Fichtner. „Vielleicht habe ich da zu langsam reagiert“, räumte Torwart Peter Klug eine Beteiligung am Treffer ein. In der Schlussphase bewahrte er sein Team vor einer deftigen Packung. Bei diesem 0:1 wie auch bei den weiteren Gegentoren war eine eklatante Zweikampfschwäche festzustellen. „Das war viel zu einfach, wie Elversberg da zum Erfolg gekommen ist“, kritisierte der Coach. „Dieses 0:1 hat uns völlig aus dem Konzept gebracht und wir sind eingebrochen“, urteilte Flügelstürmer Tim Amberger, der noch einer der Besseren war. Konkreter ausgedrückt: Das Team bäumte sich gegen die sich abzeichnende Niederlage nicht auf und spielte zu emotionslos. Es war nicht so, dass die Arminia chancenlos gewesen wäre. Im Gegenteil, bis zum 0:1 gab es einige gute Möglichkeiten. „Doch da wurde zu oft der letzte Pass nicht gut gespielt oder die falsche Entscheidung getroffen. Da fehlt einer, der die Ruhe vor dem Tor bewahrt“, monierte Fichtner. Weiterhin sei der erhoffte frische Wind, den der Trainer mit einem Doppelwechsel nach einer Stunde erzeugen wollte, ausgeblieben, weil eine Minute danach mit dem 0:2 der nächsten Nackenschlag folgte. Für das Tief der Arminia gibt es nicht nur einen Grund, sondern viele kleine Puzzleteilchen, die zur Misere führen. Das beginnt bei den vier Langzeitverletzten und setzt sich damit fort, dass die beiden besten Akteure der vergangenen Runde, Daniel Eppel und Pietro Berrafato, nicht in Topform sind. Daraus resultiert, dass junge Spieler, die anfangs Akzente setzten, wie Marcel Bormeth, Marc Barisic, Marc Thau oder Danny Torrieri, in einer schwächeren Phase vergeblich nach Halt suchen, weil die Etablierten mit sich selbst beschäftigt sind. Hinzu kommen die vielen Fehlzeiten wichtiger Spieler aus privaten Gründen, die verhindern, dass diese Akteure in Form kommen. Addiert führt dies zur Erkenntnis, dass so die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Zudem hat Fichtner die langjährige Innenverteidigung mit Steffen Burkhard und Berrafato auseinandergerissen und Burkhard auf anderen Positionen eingesetzt. „Ich war mit dieser Konstellation nicht mehr zufrieden“, erklärt der Coach den Schritt. Er glaube, Jens Leithmann sei derzeit in der Abwehr besser aufgehoben, weil ihm wegen körperlicher Rückstände die Kraft für das laufintensive Mittelfeld fehle. Als Burkhard dem Coach sagte, er sehe sich zentral defensiv am stärksten, habe Fichtner aus drei möglichen Innenverteidigern ausgewählt. So saß Burkhard nach 109 Oberligaspielen in Folge in der Startelf erstmals auf der Bank.

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