Ludwigshafen Erstmals Bruderduell

FUSSGÖNHEIM. Die Fußball-Verbandsligisten ASV Fußgönheim und Ludwigshafener SC hatten in dieser Saison bessere Phasen. Am Sonntag, 14.30 Uhr, steigt in Fußgönheim das Derby. Es ist ein Bruderduell: Prince (ASV) und Julien (LSC) Jubin treffen erstmals aufeinander.
Der ASV hat von den vergangenen sieben Partien nur eine gewonnen und kann sich abschminken, oben mitzuspielen. „Im Moment läuft es spielerisch nicht. Wir haben in entscheidenden Szenen kein Glück und können Ausfälle nicht kompensieren“, sagt Trainer Jan Kamuf. Zu diesen Ausfällen zählte auch Prince Jubin. Der 20 Jahre alte Stürmer ist der erfolgreichste Torschütze der Fußgönheimer, hat aber zwischenzeitlich vier Wochen pausieren müssen. „Ich hatte mir gegen Ingelheim einen Außenbandabriss im Fuß zugezogen“, erklärt Jubin, der ghanaische Wurzeln hat. Den Groß- und Außenhandelskaufmann zeichnen Abschlussstärke und einen Torriecher aus. Er wirkt manchmal etwas unorthodox, gilt aber als Topverpflichtung. „Für mich läuft die Runde bisher gut“, sagt der Angreifer, der auf acht Saisontore kommt. „Prince hat die Fähigkeit, aus dem Nichts ein Tor zu erzielen, so wie gegen Winnweiler. Seine Entwicklungskurve zeigt steil oben, aber er kann sich läuferisch noch verbessern“, sagt Kamuf. Jubin, der im Sommer von der U23 des SV Waldhof kam und zuvor bei den A-Junioren des LSC spielte, hat noch viel Potenzial. Er freut sich auf das erstmalige Duell mit seinem Bruder. Bruder Julien – genauer gesagt sind die beiden Halbbrüder – ist zwei Jahre älter und ein anderer Spielertyp. „Während Prince ein Vollstrecker ist, bin ich eher ein Torvorbereiter“, sagt der Ältere über sich selbst. Er fiebert dem Spiel gegen seinen Bruder entgegen und hat sich gegen Rodenbach mit seinem ersten Treffer für den LSC Selbstvertrauen geholt. „So richtig freuen konnte ich mich über das Tor nicht, weil es nichts gebracht hat“, spielt Jubin auf die 2:3-Niederlage an. Der schlaksige Flügelstürmer, der einen ähnlichen Bewegungsablauf wie Prince hat, formuliert seine persönlichen Ziele zurückhaltend: „Ich muss dauerhaft den Sprung in die Startelf schaffen, das ist mir bisher noch nicht gelungen.“ Das überrascht nicht, denn nach seiner A-Jugendzeit beim SV Sandhausen schloss sich der Elektroniker dem A-Ligisten Alemannia Maudach an. „Zur Alemannia bin ich gegangen, weil meine Freundin in Maudach wohnt“, sagt Jubin und lacht. Dort entwickelte er sich zu einem der stärksten Offensivspieler der Liga. Beim LSC absolvierte er zuletzt elf Partien in Folge, stand aber nur einmal 90 Minuten auf dem Feld. (thl)