Handball
Erleichterung und Jubel bei der HSG Friesenheim-Hochdorf
Und erstmals konnte nicht nur das Punktekonto (8:8) ausgeglichen werden, sondern die HSG rutschte auch in den Kreis der ersten sechs Mannschaften, die am Saisonende die Aufstiegsrunde besetzen werden.
Nicht nur Trainer-Rückkehrer Polifka steht für den Aufschwung, sondern auch Marc Robin Eisel. Der 22-jährige Rückraumspieler sorgte für einen Traumstart seiner Sieben. In den ersten zwölf Minuten besorgte er im Alleingang mit sechs Toren die klare 6:3-Führung. „Das war schon sensationell, dass wir so gut gestartet sind, aber Roko hat uns mit den Paraden auch die Sicherheit in der Abwehr“, sagte Eisel und gab das Lob an seinen Torhüter weiter.
Marc Robin Eisel liebt das Tempospiel
In der Tat: Peribonio verbuchte zu dieser Phase schon vier von insgesamt neun Paraden. Aggressiv, aber auch kompakt in der Abwehr: Das war die Devise, die Polifka den Jungs mit in die Partie gab. „Gerade gegen personell angeschlagene Teams sollte man konzentriert sein“, meinte Polifka. Dazu gelang es seinem Team, durch Tempogegenstöße den Vorsprung schnell zu erhöhen. „Diese Art des Tempospiels im Angriff ist eben auch meine Art, Handball zu spielen“, meinte Eisel, der noch am Abend zuvor bei den Eulen im „Krimi“ gegen Nordhorn-Lingen auf der Bank weilte.
Bereits nach 26 Minuten führte die HSG mit 17:7 . Die einzige Gefahr bei den Gästen ging vom Flügelflitzer Patrick Buschsieper und Ex-Hochdorfer Dominik Seganfreddo aus. Mehr als Ergebniskosmetik konnten sie aber diesmal nicht betreiben.
„Entscheidend ist, dass jeder Spieler seine Aufgabe kennt und sich daran hält“, machte Polifka deutlich. Das gibt auch viel Selbstvertrauen für die nächsten Partien. Ob dann Marc Robin Eisel wieder dabei sein wird, steht in den Sternen. Der gebürtige Saarländer, der heute mit seinem Studium an der Uni Kaiserslautern startet und nur ein bis zwei Mal im Training der HSG weilt, könnte auch mit den Eulen Ludwigshafen zeitgleich in Rimpar am Ball sein, während die HSG bei der HG Saarlouis antritt. „Wo ich spielen werde, das werden die Trainer noch abstimmen“, so Eisel.
HSG Friesenheim-Hochdorf: Peribonio (1), Hoblaj - Corazolla (2), Eisel (11/3), Gerdon (4) - Pfeil (2), Novo (1) - Sorda (5) - Lenz, Waldgenbach (1/1), Winkler (2), Polifka (1), Dietz, Muth (1)
TV Germania Großsachsen: Mangold (1), Lieb - Straub, Schüler (3), Kupijai (2) - Buschsieper (6), Seganfreddo (5/1) - Jörres (1), Kadel (1), König (2), Burkhard (1), Weindl (2)
Spielfilm: 4:1 (7.), 6:4 (13.), 9:4 (15.), 13:5 (19.), 17:10 (30. Halbzeit), 18:13 (33.), 21:14 (36.), 24:15 (39.), 29:19 (48.), 31:23 (54.), 33:24 (60., Ende) - Siebenmeter: 4/4 - 2/1 - Zeitstrafen: 10 - 6 - Beste Spieler: Eisel, Peribonio, Gerdon - Buschsieper, Seganfreddo - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Akk/Walter (Seligenstadt).