NEUHOFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Eine weihnachtlich-lichterfüllte Fortsetzung

Musiker Uwe Frey bringt mit Autor Johannes Hucke „Vom Schatten zum Licht“ zur Aufführung.
Musiker Uwe Frey bringt mit Autor Johannes Hucke »Vom Schatten zum Licht« zur Aufführung.

Nach dem Liedernachmittag im August 2023 legen Musiker Uwe Frey und Autor Johannes Hucke nach: ein Programm mit vorweihnachtlichem Anklang.

„Vom Schatten zum Licht“ kommt am Sonntag, 14. Dezember, um 16 Uhr in der protestantischen Kirche in Neuhofen in Kooperation mit Himmelswert und der protestantischen Kirchengemeinde zur Aufführung, als weihnachtlich-lichterfüllte Fortsetzung des Neuhofener Musikromans „Der Schatten wird länger“.

Wir erinnern uns: Das Buch thematisiert Erlebnisse junger Menschen kurz vor dem Abitur. Sie versuchen, ihren Platz in einer Welt zu finden, die noch von Autoritätspersonen bestimmt wird, die den Idealen der 1968er-Generation nicht viel abgewinnen können. Es geht um Freundschaft und Drogen, um Liebe und Erwachsenwerden, um das Schüleridol Hermann Hesse, aber vor allem um Musik und Hoffnung.

Der Roman spielt in Neuhofen, an der Schlicht und im sagenumwobenen „Hades“, dem damaligen Jugendclub im Keller der Gemeindebücherei, und drumherum. Bei jedem Wort, jedem Ton merkt man, dass der Musiker Uwe Frey (64) und Johannes Hucke (59), Autor und Liedtexter, viel Autobiografisches in ihren Texten und Liedern eingebracht haben. Obwohl Hucke in Frankfurt aufgewachsen ist, hätte er doch im Neuhofen der frühen 1980er dabei gewesen sein können.

Wechselseitige Inspiration und Impulse

Denn gegenseitige Inspiration, Vertrauen sowie geistige Intimität und eine innige Freundschaft sind laut Uwe Frey die Zutaten zu einer musikalisch-literarischen Kooperation, die seit über 25 Jahren besteht. Johannes Hucke gebraucht in etwa dieselben Worte: „Es ist ein ideales Zusammenspiel zwischen einer innigen Freundschaft und einer permanenten gegenseitigen Inspiration auf der Basis gemeinsamer Werte.“ Hucke und Frey kennen sich seit Ende der 1990er Jahre über ihre Arbeit beim selben Träger im Ludwigshafener Süden. Nach ihrem ersten gemeinsamen Projekt für benachteiligte Mundenheimer Kinder war beiden klargeworden: „Es passt“. Seither sind drei Musiktheaterstücke und Dutzende Lieder entstanden – Ausdruck einer künstlerischen Freundschaft, die sich von unterschiedlichen, meist sozialen, philosophischen oder spirituellen Themen anregen lässt. Doch es passt nicht nur – „es passiert“, sagt Uwe Frey. Damit meint er das oft spontane Entstehen und Weiterentwickeln gemeinsamer Werke durch gegenseitige Impulse.

Besonderer Bezug zur protestantischen Kirche

Für Uwe Frey, der seit 1991 in Haßloch lebt, ist der Auftritt in der protestantischen Kirche ein echtes Heimspiel, mehr noch, ein Heimkommen: In der Ehrhardstraße aufgewachsen, später in der Mozartstraße wohnhaft, war er 1981 Gründungsmitglied des evangelischen Jugendchors, dessen erster Auftritt im selben Jahr zum Weihnachtsspätgottesdienst war. Zu dieser Kirche hat Frey ohnehin einen engen Bezug: „Mein Großvater war Kirchendiener gewesen, und ich durfte ihm beim Stellen der Turmuhr, was damals noch von Hand geschah, über die Schulter schauen.“ Seine Hochzeit und die Taufe seiner ältesten Tochter Josephine fanden ebenfalls dort statt. Und so schließt sich der Kreis: Das Programm „Vom Schatten ins Licht“ enthält Lieder aus dem Repertoire von Hucke und Frey, die gut in die Vorweihnachtszeit passen, aber auch die aktuelle Situation in der Welt nicht verschweigen. Es steht für die lichterfüllte Weihnachtszeit, in der die Kompositionen zunehmend „heller“ werden – vom eher düsteren Schattenbeginn über die Vertonung von Hesses Gedicht „Im Nebel“ bis es in „Licht“ gipfelt, einem eigenen Weihnachtslied, das hier erstmalig aufgeführt wird.

Einlass ist am Sonntag bereits um 15.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Hutspende ist für die freiwillige Feuerwehr Neuhofen vorgesehen.

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