Ludwigshafen Eine gute Woche
LUDWIGSHAFEN (thl). Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen hat die 0:4-Pleite gegen Jägersburg gut weggesteckt. Dem Erfolg in Salmrohr am Mittwoch ließ das Team einen ungefährdeten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Borussia Neunkirchen folgen. Damit zählt der FCA zur Verfolgergruppe von Primus SC Hauenstein.
„Obwohl ich nur vor der Trainerbank gestanden habe, war ich klatschnass“, sagte FCA-Trainer Thomas Fichtner. „Ich habe mich bei meiner Einwechslung gefühlt, als hätte ich schon 90 Minuten in den Beinen“, ergänzte Flügelstürmer Manuel Maier. Der plötzliche Wetterumschwung, die hohen Temperaturen und die drückende Schwüle setzten den Akteuren am Samstag enorm zu. Dennoch wurde die veränderte Spielweise von Fichtners Mannschaft deutlich. Kurzpassspiel, oft nur mit einem Ballkontakt, Kombinations- und Spielfreude zeugen von einem neuen Stil. Das führte dazu, dass es schon nach 16 Minuten erstmals Szenenapplaus von den Rängen gab, als die Arminia die Saarländer nach allen Regeln der Kunst ausspielte. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und uns spielerisch weiterentwickelt. Im Moment macht es viel Freude“, betonte Verteidiger Jan Rillig. Bleiben die Fragen, ob es dem FCA auch gegen aggressivere Gegner gelingt, dem Spiel derart den Stempel aufzudrücken und ob er es schafft, noch mehr Torgefährlichkeit zu erzeugen. „Die Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt und wird im Laufe der Zeit weiter zusammenwachsen, wenn die Laufwege noch besser abgestimmt sind“, ist der Coach überzeugt. Ein weiteres Plus: Gegen Neunkirchen ließ die Abwehr, in der Neuverpflichtung Eduard Hartmann immer mehr zum Chef und Organisator wird, nur eine Chance des Gegners zu. Das Quartett arbeitete konzentriert und hinterließ einen stabilen Eindruck. Der aus Hamburg gekommene Kevin Lohrke machte sein bisher bestes Spiel. Torwart Peter Klug blieb ohne schwere Prüfung. „Probleme haben wir noch in der Chancenverwertung“, gab Rillig zu. Ähnlich sieht es Fichtner: „Im Moment sind wir zu selten in der Lage, unsere spielerische Leistung in Zählbares umzumünzen.“ Nur sieben Tore aus sechs Spielen sind eine ziemlich dürftige Ausbeute. Beim einzigen Treffer am Samstag profitierte Daisuke Ando von der tollen Vorarbeit seines Landsmannes Kazuaki Nishinaka (49.). „Er hat gesehen, dass ich frei bin“, freute sich Ando. Der Mittelstürmer, der jetzt drei Treffer auf dem Konto hat und ein riesiges Laufpensum absolvierte, wurde später entkräftet ausgewechselt. „Daisuke war völlig platt. Er ist am Mittwoch in Salmrohr an seine Grenzen gegangen“, erklärte Fichtner den Wechsel. Einer, der demnächst wieder eine Alternative werden kann, ist Manuel Maier. „Noch fehlen mir Kraft und Kondition. Aber mit Extraschichten hole ich den Rückstand auf“, verdeutlichte der Flügelstürmer. Immerhin reichte es, um Impulse zu setzen. Beinahe hätte Maier auch ein Tor geschossen. Glücklich war Spielleiter Markus Impertro: „Es macht Spaß, der Mannschaft zuzuschauen.“