Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein „Dubbeglas“ hat Manfeldt Hansen schon

Kasper Manfeldt Hansen (Mitte) hat sich mittlerweile mit seinen neuen Teamkollegen bei den Eulen vertraut machen können.
Kasper Manfeldt Hansen (Mitte) hat sich mittlerweile mit seinen neuen Teamkollegen bei den Eulen vertraut machen können.

Die Neuen bei den Eulen: Die ersten Wochen liegen hinter Kasper Manfeldt Hansen, das Trainingslager in Brixental und die Teilnahme an den Sparkassen-Cups in Altensteig und in Gensungen sind Geschichte. Der Blick des Dänen geht nun nach vorne.

Kasper Manfeldt Hansen, der junge Kreisläufer mit der Trikotnummer 55, hat sich beim Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen inzwischen integriert. Der erst 19 Jahre alte Däne fühlt sich in seiner neuen Umgebung „pudelwohl“: „Es passt perfekt, ich wurde gut aufgenommen, die Jungs und die Trainer haben es mir leicht gemacht. Ich bin froh, dass ich den Weg hierher gefunden habe“, sagt er.

Den 1,90 Meter großen und 100 Kilogramm schweren Kreisläufer zog es aus der dänischen Hafenstadt Svendborg auf Fünen in die Pfalz. Dabei war es eher Zufall, dass die Eulen die nächste Station auf dem Weg seiner Entwicklung sind. „Das hat meine Agentur, mein Berater gemacht. Für einen jungen Spieler sind aber die Eulen die richtige Adresse“, meint der junge Mann, der auch einräumt, noch nicht allzu viel von seiner neuen Umgebung gesehen zu haben. Für ihn ging trotzdem ein Traum in Erfüllung. „Ich möchte mich in Deutschland durchsetzen und irgendwann in der Bundesliga spielen“, sagt Manfeldt Hansen, der kürzlich die Schule abgeschlossen hat.

Große Fortschritte macht er weiterhin mit der deutschen Sprache. Schon in der Schule hat er die Sprache gelernt. „Ich kann fast alles verstehen, aber beim Sprechen muss es noch besser werden“, sagt er kritisch. So wechselt er gelegentlich von Deutsch auf Englisch und dann wieder auf Deutsch. „Ich bin optimistisch, dass es besser werden wird. In der Mannschaft wird Deutsch gesprochen, da kann ich lernen“, meint er augenzwinkernd. Besuch hat er in seiner neuen Heimat auch bekommen. Seine Freundin war schon da, in den kommenden Tagen wird seine Familie in die Pfalz kommen. Da möchte er auch die Region weiter erkundigen. Denn mit der pfälzischen Mentalität will er sich noch anfreunden.

Vorfreude auf Familienbesuch

Als kleines Geschenk bekam er immerhin von Eulen-Pressesprecher Horst Konzok bei seiner Vorstellung ein Original „Pälzer Dubbeglas“. Da musste er schmunzeln. Ob ihm dann Riesling-Schorle mundet, bleibt noch abzuwarten. „Ich freue mich, wenn meine Familie zu Besuch hier ist und wir uns gemeinsam Ludwigshafen und die Umgebung ansehen“, erzählt Manfeldt Hansen, der eine Wohnung im Obergeschoss der Eulen-Geschäftsstelle bezogen hat. Dort wird er in den nächsten beiden Jahren bleiben, denn bis zum 30. Juni 2024 läuft sein Kontrakt. In dieser Zeit will er sich entwickeln und einen festen Platz im Kader der Eulen sichern.

Aktuell teilt er sich diese Aufgabe mit Kapitän Max Haider und Routinier Christian Klimek. „Von beiden kann ich sehr viel mitnehmen“, sagt der junge Däne, der aus dem Nachwuchsteam des siebenmaligen dänischen Meisters GOG Handbold stammt. Mit Niclas Kirkelloke, seinem Landsmann im rechten Rückraum bei den Rhein-Neckar Löwen, der ebenfalls vor seinem Wechsel das Trikot von GOG trug, hatte er bisher noch keinen Kontakt. „Mal sehen, vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit“, meint er mit Blick auf die Vergangenheit einiger Eulen-Spieler bei den Löwen.

Zweitspielrecht für HLZ

Bisher absolvierte Manfeldt Hansen alle Einheiten in der Vorbereitung bei den Eulen. Dabei besitzt der Kreisläufer, der schon bei den Lehrgängen der U18 von Dänemark teilnahm, aber noch nicht zum Einsatz kam, auch ein Zweitspielrecht für das Drittliga-Team HLZ Friesenheim-Hochdorf. Aufgrund von diversen Ausfällen bei den Eulen wird Manfeldt Hansen, erst in den kommenden Tagen auch im „Nachwuchsteam“ des HLZ zur Verfügung stehen. „Er hat ohne Zweifel das Potenzial für die dritte Liga. Bei uns wird er zunächst eher ein Mann im Angriff sein, er stellt eine gute Sperre und bringt eine gewisse Torgefahr mit“, lobt Eulen-Trainer Michel Abt den ehrgeizigen Dänen.

Dabei sieht der neue Cheftrainer bei ihm noch einige Defizite im Abwehrverhalten. „Er ist lernwillig, deswegen ist er auch hier, um den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu gehen“, so Abt. Dass er diesen Weg gehen wird, davon ist auch Geschäftsführerin Lisa Heßler überzeugt: „Kasper ist noch sehr jung und bringt gleichzeitig sehr gute Voraussetzungen mit, um den nächsten Schritt gehen zu können und perspektivisch auf höchstem Niveau Handball zu spielen. Wir freuen uns, dass wir jetzt ein Teil der Entwicklung von Kasper sein dürfen.“

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