Ludwigshafen Die Leidenszeit ist vorbei

Genesen: Anja Wendler (Mitte) ist zurück.
Genesen: Anja Wendler (Mitte) ist zurück.

«Ludwigshafen.» Das erste Spiel im neuen Jahr ist gleich einmal ein Derby. Die Oberliga-Handballerinnen der TSG Friesenheim empfangen heute die TG Waldsee (18 Uhr, Günter-Braun-Sporthalle).

Anja Wendler freut sich auf das Lokalderby. „Ich darf endlich wieder spielen“, sagt die 29-Jährige erleichtert. Mit einem Bruch des Schienbeinkopfes musste sie die komplette Vorrunde aussetzen, musste auch beim 28:28-Remis in der Hinrunde gegen Waldsee tatenlos vom Spielfeldrand zusehen. „Wir sind dort in der Schlussphase eingebrochen“, erinnert sie sich nur ungern an den Auftritt ihrer Mannschaft in der Rheinauenhalle. Ein Vier-Tore-Vorsprung (23:19) 16 Minuten vor Schluss reichte damals nicht zum Sieg. Der soll dafür heute Abend folgen – sowie wichtige Punkte. „Wir wollen Waldsee weiter auf Abstand halten und nicht wieder in den Strudel am Tabellenende rutschen“, nennt sie die wichtige Zielvorgabe. Immerhin kann Trainer Björn Dinger dafür wieder auf seinen kompletten Kader, eben auch auf die erfahrene Anja Wendler, zurückgreifen. „Ich habe im Dezember damit begonnen, wieder Kondition aufzubauen und habe auch im Pokal wieder gespielt“, betont Wendler. Beim 20:11-Sieg gegen den TV Ruchheim erzielte sie ihre beiden ersten Tore der Saison. Vor Waldsee ist Anja Wendler nicht nur auf Grund des Hinspiels gewarnt. „Wir müssen Julia Barth und Bea Demski in den Griff bekommen“, weiß sie. Aber der gesamte Kader sei nicht zu unterschätzen. „Das ist eine Mannschaft, die 60 Minuten lang Vollgas gibt und zu keinem Zeitpunkt aufsteckt.“ Mit diesem Kampfgeist entführte der Aufsteiger einen Punkt bei Spitzenreiter Hunsrück, schlug kurz vor der Winterpause den SV 64 Zweibrücken, musste sich in der Vorrunde mehrfach nur ganz knapp geschlagen geben und habe sich zudem zur Rückrunde weiter verstärkt. „Wir müssen deshalb von Anfang an voll konzentriert sein und wollen mit einer starken Leistung in der Abwehr den Schlüssel zum Sieg legen“, sagt Wendler, die selbst mit gutem Beispiel vorangehen will. Die Herren der TSG Friesenheim II sind am Donnerstag mit einer 23:25-Niederlage im Nachholspiel gegen den TV Mühlheim in die zweite Saisonhälfte gestartet. Das war ein Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib und eine unglückliche Schlappe – auch wenn die Gastgeber fast die gesamte Partie einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Beim 19:19 gelang den Friesenheimern neuneinhalb Minuten vor dem Ende ein letztes Mal der Ausgleich. Zu mehr reichte es in dem verbissen geführten Duell nicht. Morgen, 18 Uhr, muss Friesenheim bei der DJK Budenheim ran. Die Herren der VTV Mundenheim empfangen heute, 19.30 Uhr, den HV Vallendar im Schulzentrum Mundenheim. Die VTV-Damen sind zur gleichen Zeit beim TV Bassenheim gefordert.

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