Handball
Die Damen der FSG Ketsch/Friesenheim feiern Arbeitssieg
Der Krankheitsstand seiner Mannschaft ließ FSG-Trainer Eyub Erden pessimistisch auf die Partie mit dem Kellerkind blicken: „Wir haben eine ganze Reihe kranker Spielerinnen. Deshalb war es mir schon mulmig.“ Unter anderem fehlten ihm in Angelina Schreyer, Sara Jelicic und Mona Kuczaty wichtige Stützen. „In dieser Formation haben wir noch nie zusammengespielt“, verwies er unter anderem auf die A-Jugendlichen Charlotte Lohr und Viviane Schranz in der Startaufstellung. Vor allem Schranz machte ihre Sache am Kreis mit fünf Treffern gut.
Mit dem ungewohnten Kader war zumindest die Unsicherheit der Gastgeberinnen erklärbar. Warum die Mannschaft aber in Serie beste Torgelegenheiten ausließ, blieb im Dunkeln. „Ich hätte auch lieber mit 40:21 gewonnen“, haderte Erden. Die Möglichkeiten dazu waren vorhanden. Stattdessen musste die FSG sogar teilweise zittern, so machte Sobernheim aus einem 6:2 (13.) innerhalb von fünf Minuten ein Unentschieden, erst die einmal mehr überragende Rebecca Brecht brachte ihre Mannschaft wieder mit 7:6 in Führung (19.).
Sobernheim freut sich an Kleinigkeiten
Immerhin: Noch einmal ließ die kurpfälzische Spielgemeinschaft den Gegner nicht herankommen, legte bis zur Pause ein 16:9 vor und kontrollierte auch – ohne großartig zu überzeugen – das Spiel. Wobei schlechte Wurfauswahl, überhastete Abschlüsse und technische Fehler weiter ständiger Begleiter auf FSG-Seiten waren.
Sobernheim hielt mit biederen Mitteln dagegen, freute sich an Kleinigkeiten. Am Gegenstoß zum 22:18 (50.) durch Feline Teuscher zum Beispiel, oder der ein oder anderen gelungenen Aktion in der Abwehr. Dem wollten sich die Gastgeberinnen nicht anschließen. „Wir haben versucht, über die ganze Spieldauer Tempo zu machen, aber das wird schwer, wenn die Schiedsrichter das nicht fördern“, haderte Erden ein wenig mit der Spielleitung durch Ralf Weiler (Kandel) und Jochen Bentz (Eckbachtal), die vor allem das Zeitspiel aufseiten der Sobernheimerinnen äußerst großzügig auslegten, extrem lange Angriffsstafetten zuließen. So seien auch die überhasteten Aktionen im Angriff mit Ungeduld erklärbar.
Tuchfühlung zur Tabellenspitze
Und trotzdem gab es auf Friesenheimer Seite auch Grund für Zufriedenheit. Zum einen mit dem Sieg an sich, mit dem die FSG die Tuchfühlung zur Tabellenspitze behält. Und dann natürlich mit der Rückkehr von Jana Heidger, die nach langer Verletzungspause nicht nur ihre ersten Einsatzminuten erhielt, sondern ihr Comeback mit ihrem ersten Saisontreffer zum 27:20 (57.) feierte. „Ansonsten können wir diesen Arbeitssieg abhaken“, so Erden.