Ludwigshafen Der Kapitän geht voran

LUDWIGSHAFEN. Gutes Omen für den Fußball-Oberligisten Arminia Ludwigshafen. Am Wochenende ist Straßenfest in Rheingönheim und in der Oberliga hat die Arminia an diesem Termin noch nie verloren. „Das soll gegen den FSV Jägersburg so bleiben“, sagt Kapitän Daniel Eppel. Anpfiff ist morgen, 14.30 Uhr.
Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler ist in der Oberliga nach Jens Leithmann und Pietro Berrafato der dritte Spielführer der Arminen und wurde von der Mannschaft mit überwältigender Mehrheit gewählt. „Das ist eine schöne Anerkennung“, betont Eppel. Außer, dass er jetzt als Erster und nicht mehr als Vorletzter das Spielfeld betrete, habe sich jedoch nicht viel geändert. Der Chemiestudent hat schon immer seine Meinung vertreten, gilt als Führungsspieler und ist einer der Köpfe im Team. „Daniel übernimmt Verantwortung, spricht viel auf dem Platz und geht mit Leistung voran“, lobt Trainer Thomas Fichtner. In der Vorbereitung hat der Coach Eppel in der Innenverteidigung getestet. „Das hat mir gefallen. Da hat man zahlreiche Ballkontakte, bestreitet viele Zweikämpfe und hat das Spiel komplett vor sich“, verdeutlicht der frühere Schifferstadter. Doch zumindest vorerst wird es bei den Probeläufen bleiben. „Ich brauche ihn im Mittelfeld, da ist er wichtiger für uns“, erläutert Fichtner seine Gedanken. Auf der Position des „Achters“ kann Eppel als Antreiber und Schwungrad den Rheingönheimern am meisten helfen, zumal in der Innenverteidigung kein Bedarf besteht. Außerdem kann er mit Schüssen aus der zweiten Reihe gefährlich werden. In 90 Oberligaspielen hat er 17 Tore erzielt. Wenn er unverletzt bleibt, absolviert er Mitte Oktober seine 100. Partie in der Liga, bei der es aber zumindest bis zum Jahresende bleiben wird. „Ich bin für zwei Monate in Amerika und mache dort ein Forschungspraktikum an der Universität im texanischen Austin. Das ist schon lange geplant“, berichtet Eppel. Sein Englisch sei zwar gut, aber die chemischen Fachbegriffe müsse er sich noch aneignen. Im kommenden Jahr will Eppel, der seit vier Wochen verheiratet ist, seine Diplomarbeit schreiben. Wohin der Weg der Arminia in dieser Saison führt, sei noch nicht abzusehen. „Eine Prognose abzugeben, ist schwer. In der Oberliga ist auch in dieser Saison viel von der Tagesform abhängig. Unser Trumpf ist die erheblich verbesserte defensive Stabilität“, glaubt Daniel Eppel. Die wird gegen die überfallartig konternden Jägersburger auch nötig sein. (thl)