Hockey Der doppelt gute Heimauftritt des TFC Ludwigshafen

Sololauf: Karsten Wolff (rechts) bereitete den ersten TFC-Treffer vor.
Sololauf: Karsten Wolff (rechts) bereitete den ersten TFC-Treffer vor.

Tolle Stimmung beim ersten Heimspiel des TFC Ludwigshafen in der Mundenheimer Sporthalle. Es es geht um eine Aktion zugunsten eines ehemaligen Sportlers. Nur die Gäste aus Mainz spielen nicht mit.

Der TFC Ludwigshafen hat sein erstes Heimspiel in der Hallensaison der 1. Regionalliga Süd gegen den TSV Schott Mainz 3:1 (1:1) gewonnen. Unter dem Motto „Handball meets Hockey“ veranstaltete der TFC mit den VTV Mundenheim am vergangenen Samstag den Doppelspieltag. Neben gegenseitiger Unterstützung auf der Tribüne ging es an diesem Tag vor allem um den guten Zweck. für den ehemaligen Handballer Enrico Leuchtenberg kamen so rund 1700 Euro zusammen.

Der TFC überließ dem Vizemeister der vergangenen Saison zu Beginn die Spielregie. Der Ball bewegte sich nahezu ausnahmslos in der Hälfte der Ludwigshafener. Der Zeitraum, in dem der TFC Ballbesitz hatte, belief sich jeweils auf ein paar Sekunden. Einen Treffer erzielten die Gäste trotz erdrückenden und einiger kurzer Ecken jedoch nicht.

„Geile Aktion“

Im zweiten Viertel kamen die Gastgeber besser in die Partie. Der Wandel in der Spielkultur zeigte Wirkung auf der Tribüne. Jede Minimalchance wurde lautstark bejubelt und der Versuch gestartet, jede Schiedsrichterentscheidung mit der gängigen Zweikampfhärte im Handball zu vergleichen. „Es ist natürlich immer schön zu sehen, wenn sich zwei grundverschiedene Sportarten zusammentun und mal über den Tellerrand hinausschauen. Auch wenn es heute natürlich in erster Linie um den guten Zweck ging“, erläuterte TFC-Trainer Philipp Grimmer.

Auch bei den Akteuren des TFC hinterließ die Unterstützung Eindruck. Wie etwa bei Karsten Wolff. Er ist als Spieler des TFC und als Mannschaftsverantwortlicher der ersten Herrenmannschaft des VTV der personifizierte Schnittpunkt beider Vereine. „Das war heute natürlich eine richtig geile Aktion. Das motiviert natürlich enorm, wenn man gleich von zwei Vereinen auf der Tribüne angetrieben wird“, stellte Wolff fest.

Gäste gehen in Führung

Zu jubeln hatte dennoch erst einmal die Gäste. Christoph Büttner traf inmitten der Ludwigshafener Drangphase zum 0:1 (24.). Kurz darauf setzte sich Wolff auf der rechten Außenbahn mit Hilfe der Bande gegen gleich drei Gegenspieler durch. Lediglich Dominique Fleischhauer im Tor der Gäste bremste die Einzelaktion. Das Dribbling vor Augen der VTV-Tribüne gab auch ohne Torerfolg Anlass für Jubel. Eine Minute später war es erneut Wolff, dessen kurze Ecke Felix Martin zum 1:1 vollendete (27.). Im dritten Viertel ging der TSV zwangsläufig mehr ins Risiko, das Spielgeschehen gewann damit erneut an Tempo. Yannick Metz erzielte schließlich die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für den TFC (44.). Im letzten Viertel verhinderten die Torhüter auf beiden Seiten weitere Tore. „Unser Plan ist vollends aufgegangen. Wir wollten den TSV erst einmal die Kontrolle über das Spiel geben. Im Nachhinein können wir uns vielleicht noch über unsere Chancenverwertung ärgern. Die drei Punkte sind aber erstmal das Wichtigste“, bilanzierte Grimmer die Begegnung.

Für die Gäste war es die dritte Niederlage im vierten Spiel. Der Frust beim Vizemeister war schon während der Partie deutlich zu sehen. Nach einigen lautstarken Einschlägen im Kabinengang folgte nach der Schlusssirene noch das geschenkte dritte TFC-Tor nach kurzer Ecke. Bevor diese ausgeführt wurde, betrat TSV-Trainer Daniel Strahn das Spielfeld und zitierte seine Spieler in die andere Hälfte – auch den Torhüter. Ob es sich hierbei um Frust oder um das vermeiden etwaiger Verletzungen handelte, bleibt Interpretationssache. Ein Aussage hierzu lehnte Strahn im Anschluss an die Begegnung ab. Alexander Matz traf so ins leere Tor zum 3:1.

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