Ludwigshafen Defensive Stabilität gesucht
LUDWIGSHAFEN. Nach der 2:5-Niederlage beim TSV Schott Mainz ist für den Fußball-Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen Wiedergutmachung angesagt. Am Samstag, 15 Uhr, Bezirkssportanlage Rheingönheim, ist Hertha Wiesbach zu Gast.
hat es gesagt, Jan Rillig ebenso und Steffen Burkhard ist der gleichen Meinung: Die defensive Stabilität ist größer geworden beim FCA. Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache. Die 18 Gegentore in neun Partien werden nur von drei Teams übertroffen. „Das sind zu viele. Es ist völlig unerklärlich, dass wir in manchen Spielen richtig einbrechen“, sagt Burkhard. Vier Gegentore gegen Jägersburg, je drei in Koblenz und Hauenstein, jetzt fünf in einer Halbzeit – stabil ist irgendwie anders. Die zweiten 45 Minuten in Mainz klammert der 31 Jahre alte Abwehrspieler allerdings aus: „Das war ein Offensivfeuerwerk, das die Mainzer abgebrannt haben. Wir waren nicht in der Lage, dagegenzuhalten, haben uns den Schneid abkaufen lassen, keine Zweikämpfe mehr gewonnen und mehrfach nicht gut ausgesehen.“ Dazu habe der FCA Torgeschenke verteilt. Es spricht für den Verteidiger, dass er ungefragt einräumt, ein Gegentor selbst verschuldet zu haben. Burkhard, der mit 137 Oberligapartien der Rekordspieler der Arminia ist, füllt in dieser Saison, bis auf eine Ausnahme, wieder die ungeliebte Rolle des Rechtsverteidigers aus. „Das ist sicher nicht meine Lieblingsposition, aber der Verein musste vor der Runde handeln, weil nicht mehr viele Abwehrspieler im Kader waren“, sagt der Mann mit der Nummer 4. Der bei einer Spedition beschäftige Burkhard war jahrelang in der Innenverteidigung gesetzt und bildete mit Pietro Berrafato ein eingespieltes Duo. „Ich versuche, die beste Lösung für das Team zu finden und bin innen mit dem Pärchen Hartmann/Thau zufrieden“, sagt Arminia-Trainer Thomas Fichtner. Burkhard werde außen bleiben und könne auch dort dem Team helfen, ist der Coach sicher. „Steffen ist zweikampf- und kopfballstark, erfahren, kann das Spiel verlagern und schlägt gute Flanken“, so der Trainer. Das wird gegen die Saarländer am Samstag nötig sein, denn die Hertha hat aus fünf Auswärtsspielen schon sieben Zähler geholt und mit Hauenstein vor fremdem Publikum am häufigsten getroffen. „Wiesbach hat sich deutlich verbessert. Um drei Punkte einzufahren, brauchen wir eine gute Tagesform“, ist Fichtner überzeugt. Und defensive Stabilität. (thl)