Ludwigshafen Defekter Aufzug: Behindertenbeauftragter weist auf Hotline der Bahn hin
Die Aufzüge am S-Bahnhof Mitte sind, ebenso wie die Rolltreppen, ein Thema für sich. Immer wieder fallen und fielen die Anlagen aus. Von einem solchen Ausfall berichteten zwei Frauen kürzlich dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Hans-Joachim Weinmann. Die Frauen waren mit ihren Kinderwagen unterwegs gewesen und erzählten Weinmann, dass zeitgleich Aufzug und Rolltreppe an Gleis 1 defekt waren. „Vom Bahnsteig an Gleis 1 kam man nicht mehr runter und auch nicht dort hinauf“, sagt Weinmann. Eine Situation, die nicht nur mit sperrigem Gepäck und Kinderwagen schwierig ist. Vollkommen hilflos sind in dieser Situation Rollstuhlfahrer, weshalb sich Weinmann in seiner offiziellen Funktion an die Deutsche Bahn wendete.
Der dortige Mitarbeiter bestätigte ihm den „temporären Ausfall“. Es würden immer wieder „unbedacht oder beabsichtigt Nothalte gezogen“, wodurch die Anlage zum Stillstand käme, hieß es laut Weinmann von der Bahn. Eigentlich fahre die Anlage nach einer gewissen Zeit automatisch wieder an. Wenn es währenddessen aber wieder eine Störung gibt, müsse ein Mitarbeiter vor Ort die Anlage wieder in Betrieb nehmen.
Laut Weinmann gab es von der Bahn den Hinweis, in einem solchen Fall die sogenannte 3-S-Zentrale in Saarbrücken anzurufen, die auch für den Bahnhof Mitte in Ludwigshafen zuständig ist. „3 S“ steht bei der Bahn eigenen Angaben zufolge für „Service, Sicherheit und Sauberkeit“. Die Mitarbeiter dort kümmern sich laut Bahn unter anderem auch darum, dass die technischen Anlagen funktionieren. Eventuell könne die Zentrale sogar dafür sorgen, dass ein Zug ausnahmsweise auf ein anderes Gleis umgeleitet wird, wenn etwa ein Rollstuhlfahrer darauf angewiesen ist und wegen eines defekten Aufzugs sonst nicht weiterkommt. Weinmann möchte, dass diese Möglichkeit bekannt wird. Ansonsten bleibt laut Bahn: Mit einem Folgezug zum nächsten barrierefreien Bahnhof weiterfahren.