Ludwigshafen
Das spontane Interview: Heizungsverkäufer Mathias von Kennel über Wärmepumpen
Was treibt Sie heute nach Ludwigshafen?
Ich bin mit einem Kunden zum Mittagessen verabredet.
Sind Sie häufiger in der Stadt?
Je nachdem, wie ich Termine habe.
Aber zumindest mit dem Fahren gab es keine Probleme?
Ich war jetzt drei Wochen lang in Urlaub und habe mir von der aktuellen Baustellensituation noch kein Bild gemacht. Aber für Ludwigshafen gilt das gleiche wie für Speyer auch: Man muss sich jedes Mal einen anderen Weg suchen.
Sie sind in Sachen Heizungen unterwegs. Wie ist aktuell die Situation bei den Wärmepumpen?
Das weiß ich auch nicht so genau. Das müssten Sie am besten Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck fragen. Nur der weiß, was wohl als nächstes kommen wird. Oder Sie fragen mal bei der Industrie nach der aktuellen Situation und wie viele Arbeitsplätze noch verloren gehen.
Ist denn der Boom bei den Wärmepumpen vorbei?
Es stimmt, dass es diesen Boom vor zwei Jahren gegeben hat. Damals gab es enorme Wartezeiten. Mein Kunde hier hat eineinhalb Jahre lang auf seine Wärmepumpen gewartet und jeder hatte Angst, was passiert, wenn er keine mehr bekommt. Aber dann hat Habeck alle Voraussetzungen wieder umgekehrt und die Nachfrage ist komplett eingebrochen.
Ich habe mich vor zwei Jahren beraten lassen und der Berater hat zu mir gesagt, dass ich auf alle Fälle meine Fernwärme behalten soll …
Das mag stimmen, aber woraus wird Fernwärme denn gemacht? Die ist aus Gas oder Kohle. Das ist doch nicht umweltfreundlich! Und die Kohle kommt noch dazu aus Südamerika und muss erst mit Schiffen nach Europa transportiert werden. Damit verbessert man doch das Klima nicht. Auch deshalb bin ich der Meinung, dass Herr Habeck die Wirtschaft in allen Bereichen kaputt macht. Und da kommt jetzt mein Kunde, mit dem ich zum Essen verabredet bin.