Mannheim RHEINPFALZ Plus Artikel Coworking Spaces: Eine Alternative zum klassischen Büro

Mehr als 130 technisch komplett ausgestattete Arbeitsplätze gibt es am neuen Standort im Mannheimer Glückstein-Quartier.
Mehr als 130 technisch komplett ausgestattete Arbeitsplätze gibt es am neuen Standort im Mannheimer Glückstein-Quartier.

Zurück ins Büro? Nicht für jeden Angestellten ist das eine Option. Vor allem, wenn das Büro nicht gerade vor der Haustür liegt. Sogenannte Coworking Spaces sind in diesem Fall eine Option für Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten können oder wollen. In Mannheim hat das Start-up 1000 Satellites nun Gemeinschaftsbüros im Glückstein-Quartier eröffnet.

Die Arbeitswelt verändert sich – und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Davon ist Markus Hummelsberger, Mitbegründer und Geschäftsführer des Start-ups 1000 Satellites, überzeugt. Vor allem erkennen immer mehr Unternehmen, dass sie ihren Mitarbeitern flexible und wohnortnahe Arbeitsorte anbieten müssen. Ein Zauberwort lautet: Coworking Spaces beziehungsweise dezentrales Coworking. Gemeint sind Gemeinschaftsbüros, in die sich Firmen oder Einzelne einmieten können, um dort zu arbeiten, ohne täglich in die firmeneigenen Büros zu müssen.

1000 Satellites, ein Start-up, das aus der BASF hervorgegangen ist und seinen Firmensitz in Mannheim hat, bietet solche Coworking Spaces seit mehreren Jahren in der Pfalz, an der Bergstraße und in Mannheim an. Die neueste Einrichtung wurde im Glückstein-Quartier nahe des Mannheimer Hauptbahnhofs im Hochhaus der Sparkassen-Versicherung eröffnet. 1000 Satellites ist dort in den Stockwerken neun bis zwölf zu finden.

Drei Standorte in Mannheim

Sie seien auch schon fast ausgebucht, sagt Hummelsberger und liefert damit einen Hinweis, dass sie mit ihrem Angebot genau den Zahn der Zeit treffen. „Die Rückmeldungen unserer Kunden zeigen, dass sie heute und in Zukunft eigentlich nur noch einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Bürofläche wirklich täglich brauchen. Sie benötigen aber die Flexibilität, ihren Angestellten unterschiedliche Arbeitsorte anbieten zu können – mit der Option, auch mal alle Mitarbeiter zusammenbringen zu können“, sagt der Geschäftsführer. Und genau das biete 1000 Satellites und sei daher bislang deutschlandweit einzigartig, fügt er hinzu.

In den Stockwerken neun bis zwölf sind die modernen Büroflächen untergebracht.
In den Stockwerken neun bis zwölf sind die modernen Büroflächen untergebracht.

Zu ihren Kunden gehören große Unternehmen wie die BASF, Hitachi oder Roche. Und wenn diese an einem oder mehreren Tagen größere Flächen für ihre Mitarbeiter brauchen, kommen sie bei 1000 Satellites unter. Oder die Unternehmen bieten diese Arbeitsstätten ihren Mitarbeitern an, damit sie, weil heimatnah, keine großen Pendelwege mehr in Kauf nehmen müssen. „Das Ganze ist eine Alternative und eine Ergänzung zu den Kernflächen, die die Firmen haben“, erläutert Markus Hummelsberger. Nicht in Konkurrenz zum Homeoffice, aber als zusätzliche Möglichkeit für diejenigen, die möglicherweise nicht zu Hause arbeiten können.

Unter anderem findet man Coworking Spaces von 1000 Satellites in Neustadt, Bensheim oder Heidelberg. In Mannheim sind es mit zwei Standorten auf dem Taylor-Areal und jenem neuen im Glückstein-Quartier nun schon drei, die zur Auswahl stehen. Und es werden vermutlich auch nicht die letzten bleiben. „Wir wollen in der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar Standorte aufbauen“, sagt Geschäftsführer Hummelsberger. Freelancer haben übrigens ebenfalls die Möglichkeit, sich dort einzumieten.

Arbeitswelt der Zukunft?

Auch am neuen Standort in Mannheim sind die Arbeitsbereiche nicht nur komfortabel, sondern auch vielseitig. Zu finden sind dort rund 130 komplett technisch ausgestattete Arbeitsplätze sowie elf Event- und Besprechungsräume und verschiedene Rückzugsbereiche, wenn man mal seine Ruhe haben möchte. Highspeed-Internet sowie ergonomische Tische und Stühle sollen das Arbeiten so angenehm wie möglich machen.

Beschreiben Coworking Spaces, wie sie das Start-up 1000 Satellites anbietet, also die Arbeitswelt der Zukunft? Wenn man Markus Hummelsberger glaubt, ja. „Gerade in den letzten Monaten hat sich bei den Unternehmen sehr stark die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Mitarbeiter eben nicht mehr an ihren Büroplatz zurückkehren möchten. Auch die Unternehmen selbst bringt die Return-to-office-Politik nicht mehr weiter. Das ist nicht nachhaltig. Dieses Thema ist, auch wenn es viele Unternehmen noch nicht offen zugeben möchten, mehr oder weniger gescheitert“, so seine Beobachtungen und Erfahrungen.

Zur Sache & im Netz

Gegründet wurde 1000 Satellites 2019 von Caro Windling, Gregory von Abendroth und Markus Hummelsberger. Damals gehörte das Start-up noch zum BASF-eigenen Gründerzentrum Chemovator. 2021 hat sich 1000 Satellites ausgegründet und damit eigenständig gemacht. Weitere Informationen zu 1000 Satellites unter www.1000satellites.de.

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