Ludwigshafen BASF: Ursache für IT-Panne geklärt
Die Ursache für die IT-Panne bei der BASF am 19. Juli steht nun fest: Nach Konzernangaben handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Kombination eines zeitgleich aufgetretenen Hardware- und Softwarefehlers, der zu Ausfällen im IT-Netzwerk führte. Auch die Abfertigung des Lkw-Güterverkehrs war betroffen, was im Ludwigshafener Norden zu einem Verkehrschaos führte.
Aufgrund der IT-Panne im Netzwerk im Rechenzentrum auf dem Werksgelände der BASF standen zentrale Software-Anwendungen ab 6 Uhr für rund 4,5 Stunden nicht zur Verfügung. Telefone, Mailprogramme, Internetzugänge und das firmeneigene Intranet waren gestört. Dies führte unter anderem auch zu einer erheblichen Verzögerung bei der Abfertigung von Lastwagen. Da die automatischen Systeme ausfielen, musste der Frachtverkehr manuell abgefertigt werden. Auf den Fernstraßen zum Tor 15 im Gewerbegebiet „Nachtweide“ bildeten sich große Staus, die teils fast bis nach Worms reichten. Die Polizei sprach von einem regelrechten Verkehrschaos. Rund 3600 Lastzüge steuern täglich die BASF und das Kombi-Verkehrsterminal an. Auch an anderen BASF-Standorten in Europa kam es zu erheblichen Rückstaus in der Umgebung der Werke. Die technischen Experten des Konzerns hatten gegen 11 Uhr die fehlerhafte Netzwerkkomponente identifiziert und konnten die Probleme beheben, die global auftraten. Es dauerte dann noch einige Zeit, bis sich in Ludwigshafen die Lage wieder entspannte. Produktionsanlagen im Stammwerk waren nach Konzernangaben nicht betroffen. Der Betrieb sei normal gelaufen, es habe keine Gefährdung der Bevölkerung bestanden, hieß es. Die Kombination eines zeitgleich aufgetretenen Hardware- und Software-Fehlers wird von der BASF nun weiter untersucht, um eine Wiederholung ausschließen zu können. Der Chemiekonzern arbeitet dabei mit den Herstellern der Computer-Netzwerkausstattung zusammen. „Wir werden uns zudem den Aufbau der Backup-Lösung, mit der Lkw am Tor auch bei einem Netzwerkausfall abgefertigt werden können, nochmals im Detail anschauen“, sagte gestern ein Unternehmenssprecher. |mix