Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel BASF-Projekt „LUnited“: Online-Umfrage läuft noch bis Ende November

Ziel des von der BASF finanzierten Projekts LUnited ist ein gutes Miteinander in der Stadt sowie die Unterstützung von Ehrenamtl
Ziel des von der BASF finanzierten Projekts LUnited ist ein gutes Miteinander in der Stadt sowie die Unterstützung von Ehrenamtlichen.

Ehrenamtlich Engagierte haben noch bis Ende November Zeit, sich an der Online-Umfrage von „LUnited“ zu beteiligen. Es ist ein Projekt für gesellschaftliches Engagement, das schon jetzt viele Ludwigshafener zusammen– und etliche neue Ideen hervorgebracht hat.

Was bewegt die vielen Ehrenamtler in der Stadt, vor welchen Herausforderungen stehen Vereine, und wie gelingt eine bessere Vernetzung aller engagierten Akteure? Antworten auf Fragen wie diese, will das von der BASF initiierte Projekt „LUnited: gemeinsam engagiert“ geben. In den vergangenen Wochen haben deshalb in allen Ludwigshafener Stadtteilen Treffen stattgefunden, um ins Gespräch zu kommen.

„Wir sind völlig begeistert, wie viele engagierte, kreative Menschen es in der Stadt gibt, die sich für die Gesellschaft von morgen engagieren“, sagt Ulrike Wilson vom Bereich Gesellschaftliches Engagement der BASF. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ulrich Spettmann war sie bei jedem einzelnen Stadtteildialog mit dabei und hat so erleben können, wie zahlreich die Ludwigshafener erschienen sind. „Es war unglaublich inspirierend, welche Dynamik die Veranstaltungen hatten. 300 Teilnehmer haben wir insgesamt gezählt, vertreten haben sie rund 215 Institutionen“, erzählt die 37-Jährige.

Ulrike Wilson
Ulrike Wilson

Die Frage: „Was, wenn es am Ende gar keine Diskussion gibt?“, habe man sich im Vorfeld zwar durchaus gestellt, erzählt Ulrich Spettmann. Allerdings sei sie gänzlich unbegründet gewesen: „Zu allen Stadtteildialogen sind durchgängig mehr Interessierte gekommen, als angemeldet waren, bei der ersten Veranstaltung in Rheingönheim haben die Teilnehmer gleich zu Beginn die Sitzordnung geändert, um einen großen Stuhlkreis zu bilden und so besser ins Gespräch zu kommen.“

„Ein bunter Mix“

Beeindruckt hat die beiden BASFler dabei insbesondere, dass LUnited es schon jetzt geschafft hat, Menschen zusammenzubringen, die sich im Alltag sonst eher nicht begegnen. „Es sind zum Beispiel Vertreter von Sportvereinen, Schulen und Kirchen da gewesen, sodass es einen wirklich bunten Mix gab“, erzählt Spettmann. „Auch Vertreter von Migrantenorganisationen waren mit von der Partie“, berichtet Ulrike Wilson, „allerdings nicht in dem Maße, wie es die demografische Situation Ludwigshafens grundsätzlich vermuten ließe“.

Wie es jetzt mit dem Projekt „LUnited“ weitergeht? Die Ergebnisse der Stadtteildialoge werden vom gemeinnützigen Münchener Sozialunternehmen „Haus des Stiftens“, einem der Kooperationspartner der BASF, zusammengetragen und ausgewertet. „Einfließen sollen an dieser Stelle auch die Ergebnisse der Online-Umfrage, die noch bis Ende November freigeschaltet ist“, betont Ulrike Wilson. Daran beteiligen können sich alle ehrenamtlich Engagierten oder auch Personen, die in gemeinnützigen Organisationen im Raum Ludwigshafen arbeiten.

Nachhaltige Unterstützung

Ziel dieses großangelegten Beteiligungsprozesses soll nicht weniger als eine Bestandsaufnahme dessen sein, was in Ludwigshafen bereits ehrenamtlich geleistet wird – und vor allem: wie die BASF mit ihren Partnern ehrenamtlich Engagierte dort nachhaltig unterstützen kann, wo sie Hilfe ganz besonders benötigen.

Was den Teilnehmern bei den Stadtteildialogen ganz besonders auf den Nägeln gebrannt hat, will die BASF noch nicht wirklich verraten. „Wir wollen an dieser Stelle abwarten, bis das Haus des Stiftens seine Analyse vorlegt und darauf aufbauend im Frühjahr dann auch Handlungsempfehlungen formuliert“, sagt Ulrich Spettmann. So viel gibt der 48-Jährige allerdings schon preis: Schwierige Nachwuchsgewinnung, Probleme bei Veranstaltungswerbung über Social-Media, mangelnde IT-Kompetenz oder auch der schlechte bauliche Zustand von Sporthallen, seien wiederkehrende Themen bei den Diskussionen der Ehrenamtlichen gewesen.

Ulrich Spettmann
Ulrich Spettmann

„Wobei es ganz sicher nicht im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt, hier in Ludwigshafen Sporthallen zu sanieren“, schiebt Spettmann im Namen der BASF hinterher, die das Projekt „LUnited“ finanziert. Am Ende könnte es aber zum Beispiel auf Seminare hinauslaufen, oder Experten als Ansprechpartner wie auch Orte des Austauschs, die der Chemiekonzern finanziert, um das Ehrenamt in Ludwigshafen nachhaltig zu unterstützen. „Und natürlich freuen wir uns, sollten wir auch andere Partner als Geldgeber mit ins Boot holen können, die die ein oder andere Maßnahme unterstützen“, so Spettmann.

„Zu allererst will das Projekt „LUnited“, die Menschen ins Machen bringen“, betont Ulrike Wilson. Dabei sei schon in den ersten Wochen klar geworden: „Wir haben mit dem Engagement der vielen Ehrenamtlichen bereits einen großen Schatz in LU – zu sehen, wie viel Kreativität entsteht, wenn all diese Akteure noch besser vernetzt werden, ist absolut beeindruckend.“

Noch Fragen?

Bis Ende November können Interessierte noch an der „LUnited“ Online-Umfrage teilnehmen, die über die Internetseite www.lunited.de gestartet werden kann.

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