Ludwigshafen BASF kann weiter aus dem Vollen schöpfen

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Über 910 Jugendliche beginnen ihre Ausbildung dieses Jahr bei der BASF-Gruppe. In Sachen Nachwuchs kann das Ludwigshafener Chemieunternehmen nach wie vor aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem beteiligt es sich an besonderen Startprogrammen für junge Menschen, um auch Bewerber mit schwächeren schulischen Leistungen für die Ausbildung fit zu machen.

„660 junge Menschen hatten heute ihren ersten Arbeitstag bei der BASF hier im Werk Ludwigshafen. 230 weitere beginnen ihre Ausbildung bei anderen Betrieben der BASF-Gruppe in Deutschland“, nannte Ausbildungsleiter Richard Hartmann einige beeindruckende Zahlen. Zum dritten Mal beim Ausbildungsstart dabei ist eine Gruppe von 20 Jugendlichen aus Spanien, die an der spanischen beruflichen Fachschule sowie den BASF-Werken in Tarragona und zeitweise in Ludwigshafen eine duale Ausbildung zu Chemikanten macht. Wer denkt, dass sich bei der Ausbildung in der BASF alles um Chemie dreht, irrt jedoch. Im Ludwigshafener Werk werden rund 30 unterschiedliche Ausbildungsberufe angeboten – vom Eisenbahner bis zum Hotelfachmann. Sehr zur Zufriedenheit von Hartmann konnte das Unternehmen diesmal unter 10.000 Bewerbungen auswählen. Weil es im Auswahlverfahren dieses Jahr zum ersten Mal einen elektronischen Eignungstest gab, seien die Abläufe nun aber anders und der Vergleich mit den Bewerberzahlen der Vorjahre erschwert. Um der nachlassenden Zahl an Bewerbern zu begegnen, beteiligt sich die BASF seit 2013 an zwei Startprogrammen. Zusammen mit Partnerbetrieben will der Konzern mehr junge Leute für eine Ausbildung qualifizieren. „In diesem Jahr machen wir über 250 Jugendliche, bei denen es in der Schule vielleicht nicht so gut geklappt hat, fit für eine Ausbildung“, erklärte der Ausbildungsexperte. Vermittelt werden Grundlagen des Berufslebens, auch schon mal Nachhilfe in Deutsch und Mathe. Über 70 Prozent der Teilnehmer konnten vergangenes Jahr mit einer Ausbildung in einem der 350 Partnerbetriebe weitermachen, darunter sind viele Handwerksfirmen aus der Region. Die BASF selbst agiert laut Hartmann bedarfsorientiert: „95 Prozent unserer Azubis werden übernommen.“ Darunter sind auch 30 Nachwuchskräfte im Bereich Gastronomie und Hotel, die in den Restaurants in Gesellschaftshaus, Feierabendhaus oder René-Bohn-Hotel ihre Ausbildung absolvieren. „Wir machen hier jeden Tag 1000 Essen auf Fünf-Sterne-Niveau“, teilte Hanno Sigge, Leiter des Gastro- und Hotelbereichs mit. Während Gastronomie und Hotels anderswo händeringend Nachwuchs suchen, gebe es bei der BASF keine Probleme. Zum einen sei die Ausbildung umfassend, die Bezahlung etwas besser und die Arbeitszeit nicht so ungünstig wie in der „freien“ Gastronomie. Zum anderen habe die Ausbildung einen guten Ruf in der Fachwelt, sodass die Jungköche nach der Ausbildung in die Sterne-Gastronomie wechseln könnten, sagte Sigge. (büg) Im Netz www.basf.com/ausbildung

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