Ludwigshafen „Aufstieg in die Regionalliga wäre eine tolle Sache“

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In der Adventszeit öffnen wir täglich ein Türchen und stellen Menschen aus Ludwigshafen, ihre Wünsche (für sich und Stadt) sowie ihre Geschenktipps vor. Heute: Alfred Schaar (66), seit fünf Jahren Vorsitzender des Fußball-Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen.

Alfred Schaar ist keiner, der unbedingt im Mittelpunkt stehen will, keiner, der sich aufdrängt. Das Tagesgeschäft des am höchsten spielenden Fußballklubs in der Stadt überlässt er anderen, aber er vertritt seine Meinung und kämpft für die Arminia. Mit Ruhe und Gelassenheit, Gründlichkeit, Fleiß und Genauigkeit führt er den zwischen 550 und 600 Mitglieder starken Sportverein, der 14 Jugendmannschaften im Spielbetrieb hat. Dennoch bleibt genug Arbeit für den pensionierten Energieanlagen-Elektroniker übrig. Für seinen FCA, für den Schaar zuvor unter anderem als Spieler, Spielausschussvorsitzender, Trainer und Jugendleiter tätig war, ist ihm nichts zu viel. Und so hat auch ein Weihnachtswunsch mit der Arminia zu tun. „Ich wünsche mir, dass wir im kommenden Jahr unseren vielen Jugendspielern adäquate Spielflächen anbieten können oder zumindest etwas angestoßen wird“, sagt der Vereinschef. Der Zulauf sei auch wegen des Neubaugebiets enorm, die Platzverhältnisse aber beengt. Und wenn das Christkind schon mal zuhört, schiebt Schaar den nächsten Wunsch gleich hinterher: „Ein Aufstieg in die Regionalliga mit der Ersten Mannschaft wäre eine tolle Sache.“ Einen speziellen Geschenktipp hat Alfred Schaar nicht, aber er empfiehlt prinzipiell Präsente, von denen nicht nur der Beschenkte etwas hat. „Meine Frau Gisela und ich gehen gerne in Konzerte oder zu Comedy-Veranstaltungen. Das macht zusammen riesigen Spaß. Man kann auch mit Freunden gemeinsam schön essen gehen, einen guten Wein trinken und so einen schönen Abend verbringen“, sagt der Genießer und Weinliebhaber. An Weihnachten kommt die Familie im Hause Schaar zusammen, das in der Gartenstadt steht. Wird da ein Ur-Rheingönheimer seinem Stadtteil etwa untreu? Schaar lacht und klärt auf: „Die Gemarkungsgrenze geht durch unser Grundstück, sodass wir auch ein kleines bisschen auf Rheingönheimer Boden leben.“ 14, 15 Familienangehörige werden am ersten Feiertag erwartet und – so viel verrät der Hausherr schon mal – als Hauptspeise wird Wild serviert. An Heiligabend steht der Besuch der Christmette auf dem Programm. Zuvor gibt es Südtiroler Schinken und Lachsforelle. Trotz all dieser Köstlichkeiten über Weihnachten wird Alfred Schaar binnen weniger Tage sein „Wettkampfgewicht“ wieder erreicht haben. Der Bewegungsfanatiker, der auch schon Marathon gelaufen ist, geht dreimal pro Woche Walken, oft Wandern und spielt mit seiner Frau Golf. Wie mancher Ruheständler einfach mal die Beine hochlegen – das ist bei Schaar kaum vorstellbar. Das Ehepaar reist zudem sehr viel, darunter sind auch Städtereisen. Da lassen sich gut Vergleiche zu Ludwigshafen ziehen. „Meine Heimatstadt ist keine Schönheit. Vieles wird blockiert, weil die Kassen leer sind“, sagt Schaar. Der Innenstadt fehlten Flair und Sauberkeit. Die vielen Leerstände seien unattraktiv, das Angebot an Fachgeschäften lasse zu wünschen übrig und das Center in der Walzmühle sei quasi tot. „Vielleicht kann ja das neue Gebäude, das die Tortenschachtel ersetzen soll, den Süden der Stadt beleben“, hofft Schaar. Zuversichtlich klingt er nicht, eher skeptisch. Aber manchmal gehen Wünsche ja in Erfüllung – gerade an Weihnachten.

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