Ludwigshafen Auch in Ruchheim Widerstand gegen Windräder
Das 34,2 Hektar große Gebiet am Scheller Weiher zwischen Ruchheim, Oggersheim und Maudach liegt zwar zum Großteil auf Mutterstadter Gemarkung (26 Hektar), aber auch in Ruchheim überwiegen die Bedenken.
Grüne sehen Zielkonflikt
Jutta Kreiselmaier-Schricker (Grüne) formulierte ihre Bedenken am deutlichsten: „Ich sehe einen großen Zielkonflikt mit dem Naturschutz, auch die Landwirtschaft wäre betroffen.“ Dabei stellte sie klar: „Ich bin schon für Windkraft, aber eben nicht um jeden Preis.“ Sie wunderte sich, dass es sich bei dem Areal in der Nähe des Maudacher Bruchs laut Aussage von Volker Spangenberger-Kerle, Leiter der Stadtentwicklung, weder um einen geschützten, noch einen besonderes schützenswerten Bereich handele. Außerdem bemängelte die Grünen-Politikerin, dass die Naturverbände nicht in die Flächenauswahl mit eingebunden worden seien.
Sache des Verbands
Spangenberger-Kerle hielt dem entgegen, dass die Suche nach geeigneten Flächen zunächst einmal Sache des Verbands Rhein-Neckar gewesen sei. „Ludwigshafen hat dafür keine konkreten Vorschläge gemacht.“ Auch nicht darüber hinaus, denn auch im Südosten Ruchheims könnte eine solche Anlage entstehen. „Zwischen Mutterstadt und Fußgönheim gibt es ein weiteres Vorranggebiet“, informierte Spangenberger-Kerle. Ein Mitspracherecht haben die Ortsbeiräte nicht, weil die Stadtgemarkung nicht betroffen sei. Auch dies ärgerte Kreiselmaier-Schricker: „Das Gebiet grenzt unmittelbar an unsere Vogelwiese, und die ist ein potenzielles Landschaftsschutzgebiet.“
Bis 2032 sollen einem Landesziel zufolge 2,2 Prozent der Fläche für den Bau von Windrädern zur Verfügung stehen. Auch Ludwigshafen müsse dazu seinen Beitrag leisten, informierte Spangenberger-Kerle zuletzt bereits den Ortsbeirat Oggersheim. Teilweise regte sich auch dort Kritik gegen den genannten Standort.