Fußball
Arminia Ludwigshafen: Mutiger Auftritt, aber nur einen Punkt geholt
Die erste Möglichkeit besaßen zwar die Platzherren (5.), aber danach war die Arminia am Drücker und erarbeitete sich eine deutliche Feldüberlegenheit. Früh gelang Steffen Straub das Führungstor, als er nach schöner Einzelleistung traf. Der Linksaußen zog nach innen und schoss aus 20 Meter, wobei Stefan Djordjevic, der Torwart von Engers, nicht ganz glücklich aussah (7.). „Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, hatten eine hervorragende Einstellung, haben aber unsere vielen Möglichkeiten nur unzureichend genutzt“, sagte Arminia-Coach Andreas Brill.
Mal schoss Verteidiger Robert Langer den Torwart aus kurzer Distanz an, mal verfehlte Noah Maier nach Querpass von Lukas Hartlieb den Kasten, in dem in diesem Moment nur noch ein Feldspieler stand, mal klärte ein Verteidiger vor der Linie, dann scheiterten Straub und Matteo Monetta allein vor dem Tor, und schließlich parierte Djordjevic stark. Den einhelligen Tenor der Einheimischen nach den ersten 45 Minuten fasste Trainer Sascha Watzlawik in einem Satz zusammen: „Das 0:1 zur Pause war absolut schmeichelhaft für uns.“
Schock schnell überwunden
Die Rheingönheimer, die nach der Erkrankung von Laurenz Graf die Flucht nach vorne gesucht hatten und im offensiven 4-4-2-System antraten, waren auch im zweiten Abschnitt stärker. Dennoch glich Engers aus. Eine Ecke von Christian Meinert köpfte der eingewechselte Louis Klapperich ins Netz (67.). Den Schock überwanden die Gäste aber rasch. Als Tim Amberger im Strafraum gefoult wurde, ließ sich Monetta nicht zweimal bitten und verwandelte den Strafstoß sicher zur erneuten Führung (70.). In der Folge verpasste es der FCA, einen dritten Treffer nachzulegen.
Und so kam es, wie es kommen musste: Ein Freistoß von außen wurde abgewehrt, doch der von Wal Fall unhaltbar abgefälschte Nachschuss von Enrico Rössler schlug zum 2:2 ein (87.). „Das war ganz bitter, denn das Unentschieden wird unserer Leistung, dem Spielverlauf und Chancenverhältnis nicht gerecht“, ärgerte sich Brill. Seinem Team wollte er ob des couragierten Auftritts dennoch keinen Vorwurf machen. Die Arminia musste den Punkt teuer bezahlen, denn Straub zog sich eine Muskelverletzung zu und musste früh ausgewechselt werden. Und Amberger, der ihn ersetzte, bekam einen Schlag auf den Fuß ab. „Ludwigshafen ist viel zu einfach zu Chancen gekommen, aber wir haben Moral gezeigt, Widerstände überwunden und zweimal ausgeglichen“, freute sich Watzlawik.