Spiel des Tages Arminia Ludwigshafen II: Quartett macht den Unterschied gegen Croatia Ludwigshafen
Die wenigen Zuschauer sahen eine attraktive, weil fußballerisch gute Partie, der nur die Spannung fehlte. Das lag in erster Linie daran, dass die Gäste mit vier Akteuren aus dem Oberligakader (Lukas Kebernik, Laurenz Graf, Gianluca Giannetta und Noah Maier) antraten, die das Rückgrat der Mannschaft und eine starke Mittelachse bildeten, über die die meisten Angriffe vorgetragen wurden. „Dieses Quartett hat den Unterschied gemacht“, stellte Marcel Ladan, der Coach der Kroaten, fest. Bezeichnend, dass sich alle vier in die Torschützenliste eintrugen. „Die vier haben herausgeragt. Aber auch die anderen haben eine prima Leistung abgeliefert“, freute sich FCA-Trainer Murat Celik.
Mangel an Aktionen im Armina-Strafraum
Die Kroaten waren auf Ballbesitz aus, versuchten stets, aus der Abwehr heraus zu kombinieren, was mitunter ordentlich aussah. „So wollen wir spielen. Der Aufbau über sichereres Passspiel mit Flachpässen ist gewünscht“, erklärte Ladan. Die spielerischen Qualitäten des FC Croatia sind beachtlich. Was fehlte, waren gefährliche Aktionen im Strafraum der Arminia. Die Gäste agierten schnörkellos und überbrückten schnell das Mittelfeld. Vor der Pause war an allen verheißungsvollen Aktionen mindestens ein Spieler aus dem Oberligakader beteiligt. „Wir hatten auch Tempovorteile“, verdeutlichte Celik.
Nach ersten Torannäherungen von Graf (9.) und Maier (13.) fiel nach feiner Vorarbeit von Kapitän Alilou Savadogo das 1:0: Giannetta traf mit einen Schuss gegen die Laufrichtung von Torhüter Zoran Delic (15.). Die Arminia setzte nach und drängte auf eine frühe Entscheidung. Das 2:0 entsprang einer Coproduktion von Maier und dem Torschützen Graf (23.). Das dritte Tor gelang Kebernik nach Doppelpass mit Maier (30.). „Oft sind wir einen Schritt zu spät gekommen und haben die Gegentreffer mitverschuldet. Fehler werden dir gegen einen solchen Gegner nicht verziehen“, analysierte Ladan.
Bienenfleißiger David Janovic
Das Ehrentor markierte der 37-jährige Miljenko Bosnjak, ein großartiger Fußballer, der laut Ladan in der ersten kroatischen Liga gespielt hat, aber nicht fit ist. Sein tolles Solo schloss er mit einem Distanzschuss ab, der sich über Torhüter Lars Malmberg ins Tor senkte (36.). Übertroffen wurde er vom bienenfleißigen Mittelfeldspieler David Janovic. Der 22-Jährige war überall zu finden und galt eigentlich als große Nachwuchshoffnung der FC Croatia. „Er ist immer im Training, hat eine tolle Einstellung, geht aber in die Heimat zurück“, informierte der Trainer.
Zum Kantersieg für die Arminia kam es, weil bei den Gastgebern nach dem Wechsel die Kraft nachließ, der FCA aber weiter auf Torerfolge aus war. Dabei gab es sehenswerte Treffer wie die fulminante Direktannahme Maiers nach klasse Pass von Noah Heberle (48.) oder das 5:1, das der eingewechselte Sebastian Kürth mit einem Schnittstellenpass auf Jannick Rieger vorbereitete (64.). Die Schlusspunkte zum 7:1-Erfolg setzte Joker Khashayar Khalili, der auf Pass von Graf (73.) und nach uneigennütziger Vorarbeit Keberniks (88.) zweimal erfolgreich war. Zudem köpfte Graf an den Pfosten (76.). „Respekt vor dem FC Croatia, der bis zum Schluss darauf aus war, Kombinationsfußball zu spielen. Wir haben unser erstes Finale gewonnen und wollen am Sonntag gegen den VfR Frankenthal nachlegen“, blickte Celik nach vorne.