Ludwigshafen Am Rande: Enthüllt: Rezept für Birnenmarmelade

In der Kolumne „Quintessenz“ ging es diese Woche um Birnenmarmelade – und darum, das ein Leben ohne diese Konfitüre möglich, aber sinnlos ist. Das hat viele Leser neugierig gemacht, die nach dem Marmeladenrezept meiner Frau, der besten Ehefrau von allen, gefragt haben. Vielen Dank für das rege Interesse. Die Nachfrage ist nicht ungehört verhallt. „Letztlich ist es kein Geheimrezept und keine Hexerei“, sagt meine Frau. Exklusiv für alle RHEINPFALZ-Leser darf ich mit freundlicher Genehmigung meiner Gattin das Rezept veröffentlichen, das seinesgleichen sucht. Man nehme drei bis vier Kilogramm Birnen (am besten Williams Christ, Abate Fetel gehen aber auch), drei Päckchen Gelierzucker (2:1), den Zitronensaft von zwei bis drei Zitronen, einen Esslöffel Kokosblütenzucker, einen Teelöffel gemahlenen Kardamon sowie ein bis zwei echte Vanilleschoten. Hinzu gefügt wird ein Schuss Alkohol, Menge und Art je nach persönlichem Geschmack (geeignet sind Whisky, Noilly Prat, weißer Portwein, Brandy oder auch Gin). Die Zubereitung ist einfach: Birnen schälen, Schalen und Gehäuse entfernen, in Stücke schneiden (es sollten drei Kilo übrig bleiben), Zitronensaft dazu. Dann alles gut pürieren. Gelierzucker, Kokosblütenzucker, Kardamon, Vanillemark und Alkohol dazu; anschließend gut verrühren. Eine Stunde ruhen lassen. Dann zum Kochen bringen (immer gut rühren), vier Minuten sprudelnd kochen, in Gläser abfüllen – fertig. Soweit so gut. An dieser Stelle sei aus gesundheitsrechtlichen Gründen noch einmal ausdrücklich auf den hohen Suchtfaktor der Marmeladenrezeptur hingewiesen. Das Nachkochen erfolgt daher auf eigene Gefahr. Wer einmal dieser Birnenmarmelade verfallen ist, kommt davon nicht mehr so leicht los. Wir raten zur Vorratshaltung und wünschen gutes Gelingen.