Ludwigshafen „Aktuelles praktikabel umsetzen“
Von Dannstadt-Schauernheim in die Großstadt: Friseurmeister Ralf Nusskern ist regelmäßig auf Fachmessen unterwegs. Dort informiert er sich nicht nur über die aktuellen Trends bei Frisuren und Produkten. In Zusammenarbeit mit seinem Produktpartner Goldwell stellt er auf den Schauen dem Fachpublikum auch eigene Kreationen vor.
Bei Männern liege laut Ralf Nusskern derzeit der saubere, exakte, maskuline Haarschnitt im Trend, wobei die Haare durchaus wieder länger getragen werden. Gefragt seien dezente, altersgerechte Veredelungen wie Mattierungen oder Schattierungen. „Männer wollen gut aussehen, man darf aber nicht sehen, dass etwas gemacht wurde“, sagt Nusskern. „Jeder Friseur bestimmt im Prinzip seinen Trend“, so der Friseurmeister mit Salon in der Dannstadter Hauptstraße 147a. Es gehe darum, die aktuellen Moden praktikabel für das eigene Umfeld umzusetzen und auch anzupassen. „Kommunikation ist ganz wichtig, ich muss dem Kunden zuhören, gezielt Fragen stellen und erkennen, welche Art Mensch ich vor mir habe“. Dies ist die Basis, um für jeden Mann individuelle und kreative Lösungen zu finden. „Heute füllen Männer verschiedenste Rollen aus, sind liebevolle Väter, Business-Männer und in ihrer Freizeit vielleicht sportlich aktiv und ebenso wandelbar wie der Mann in diesen Rollen muss die Frisur sein.“ Dabei seien Männer modebewusster geworden, sagt Nusskern mit Blick auf seine 30-jährige Berufslaufbahn. „Früher haben Männer mehr Geld für Socken als für den Friseur ausgegeben“, zitiert Nusskern aus einer Statistik und ist froh, dass sich das geändert hat. Dabei ist Modebewusstsein nicht altersabhängig: „Es gibt in jeder Altersgruppe modebewusste oder konservative Männer.“ Tendenziell hätten Männer heute auch mehr Lust darauf, etwas für sich zu tun. Kopfmassage, Kompressen und Produktinformationen sind durchaus gefragt. Dabei legt Ralf Nusskern größten Wert auf qualitativ hochwertige Arbeit: „Bei uns gibt es zum Beispiel keinen Trockenhaarschnitt, da ich für einen guten Haarschnitt eine solide Basis brauche“, erläutert er seine Philosophie. Im Trend sind auch sogenannte Bräutigam-Pakete, bei denen der angehende Ehemann vier bis acht Wochen vor dem Hochzeitstermin zu einer passenden Frisur beraten wird. „Noch werden die meisten Bräutigame von den Bräuten auf dieses Angebot aufmerksam gemacht“, sagt Nusskern und schmunzelt, aber auch dabei wachse das Bewusstsein seitens der Männer hin zu einem durchdachten stimmigen Gesamterscheinungsbild. (acl)