Handball
Abt lobt „grandiose“ Bedingungen
„Die Intensität war hoch, da sind dann auch schwere Beine normal. Die dürfen schwer sein, aber nicht zu schwer“, sagt Trainer Michael Abt nach der Rückkehr aus Tirol. Der 32-Jährige zeigt sich nach den Tagen im Brixental mit der Vorbereitung zufrieden. „Die Bedingungen vor Ort waren grandios“, so Abt. „Wir hatten beste Trainingsmöglichkeiten“, sagt er zu den Tagen im „Hohe Salve Sportresort“. Auch ihm tat der Tapetenwechsel gut. Fünf Tage alleine mit der Mannschaft zu sein, sich ganz auf das Team zu fokussieren, abseits von Familie und seinem Beruf als Lehrer.
Intensive Laufeinheiten
Es war aber kein Traumurlaub, sondern harte Trainingsarbeit bei traumhaften Bedingungen. Dazu gehörten auch intensive Laufeinheiten, wie Bergsprints direkt auf den benachbarten Wiesen. „Das war schon schweißtreibend, aber die Jungs haben mitgezogen“, so Abt. Die Zeit wurde intensiv genutzt, gleich mehrere Trainingseinheiten hatte er gemeinsam mit seinem neuen Co-Trainer Andrej Kogut sowohl im Freien als auch in der Halle angesetzt. Dabei kamen auch taktische Dinge nicht zu kurz. „Sehr effizient“, nannte der neue Eulen-Kapitän Max Haider die Zeit in der Bergwelt Tirols.
Abt überließ nichts dem Zufall. Wichtig war ihm auch, dass die Mannschaft mit ihren drei Neuzugängen weiter zusammenwächst, die Jungs die Zeit fanden, sich auszutauschen. So gab es einen von den Trainern „geführten Abend“, einen Abend der Mannschaft ohne Trainer und einen Abschlussabend mit Mannschaft, Trainern und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle. „Das hat allen viel Spaß gemacht und wir sind nochmals ein Stück weiter zusammengerückt“, so Haider. Der Teamgeist gilt als der Schlüssel zum Erfolg. Abt will die Mannschaft besser machen, Fehler minimieren. Der Feinschliff steht bevor. Da sieht er noch Handlungsbedarf. Die Konzentration beim Abschluss will er in den kommenden Einheiten weiter verbessern.
Salger wieder im Training
Es geht bei den Eulen vier Wochen vor dem Auftakt in die Saison weiter voran. So gibt es auch positive Lichtblicke im Kader: Stefan Salger ist nach seinen Rückenproblemen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Auch Neuzugang Sebastian Trost ist nach seiner Erkrankung wieder genesen. Das Sorgenkind ist aktuell Julius Meyer-Siebert, der in Österreich nur individuell trainieren konnte. Ob die Leihgabe des SC DHfK Leipzig bis zum ersten Pflichtspiel im DHB-Pokal am 26. August bei der SG Pforzheim-Eutingen fit wird, bleibt abzuwarten.
Schon am kommenden Wochenende steht der Sparkassen-Cup mit der Partie gegen den TBV Lemgo-Lippe in Gensungen auf dem Plan. Nur einen Tag später geht es gegen die MT Melsungen oder den VfL Gummersbach. „Mir geht es hier nicht um das Ergebnis, sondern ich möchte sehen, wie die Mannschaft manche Situationen lösen kann“, sagt Abt. Dabei kann er erstmals auf Lion Zacharias, den Linksaußen der Rhein-Neckar Löwen zurückgreifen.