Fussball
6:2 in Hüffelsheim: FC Arminia noch zwei Siege von Verbandspokal-Endspiel entfernt
Das Zwischenhoch beim Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen hält an. Der FCA hat sich im Verbandspokal bei der eine Liga tiefer spielenden SG Hüffelsheim mit 6:2 (2:0) durchgesetzt und steht im Viertelfinale. Es war wettbewerbsübergreifend der dritte Sieg in Folge. Am Samstag, 14 Uhr, treten die Arminen beim Vorjahresachten Rot-Weiß Koblenz an, der aktuell ein Tabellennachbar der Rheingönheimer ist, was die Bedeutung noch erhöht.
Trainer Matteo Monetta hatte die gegen Worms siegreiche Startformation auf drei Positionen geändert. Für Kevin Urban stand Peter Klug im Tor, Philip Krischa übernahm den Platz von Kevin Selzer im defensiven Mittelfeld und auch im Angriff gab es einen Wechsel: Für den komplett geschonten Maximilian Krämer stürmte Martin Amoako an der Seite von Yassin Memokoh. „Kevin und Maximilian standen am Samstag fast 90 Minuten auf dem Feld und haben viel geackert“, erklärt Monetta. Fast folgerichtig kam im Pokalspiel in der Halbzeit Selzer für Yakup Polat, sodass die Akteure auf der laufintensiven Sechserposition nicht überlastet wurden.
„In der ersten Halbzeit waren wir feldüberlegen und haben gegen die Fünfer-Abwehrkette von Hüffelsheim gute Lösungen gefunden“, berichtet der Coach. Mit einem sehenswerten Spielzug über die linke Seite gingen die Gäste in Führung. Hasan Yalcinkaya spielte auf dem Flügel Steffen Straub an und dessen Flanke verwertete der aus der eigenen Hälfte mit- und durchgelaufene Krischa per Kopf (12.). Zwar verlor die Arminia zwischenzeitlich den Faden und gestattete dem Verbandsligisten etliche Balleroberungen, richtig gefährlich wurde es aber nicht, denn Hüffelsheim erspielte sich kaum gute Möglichkeiten. Mit einer schönen Einzelleistung erhöhte Memokoh, der sich die Kugel selbst erkämpft hatte, auf 2:0 (34.)
„In der Halbzeit habe ich gesagt, dass der Gegner das Risiko erhöhen und offensiver spielen wird, was uns Platz für Konterangriffe gibt. Mit einem Tor kann die SG die Zuschauer mobilisieren“, blickt Monetta zurück. Und der Übungsleiter sollte mit seiner Prognose recht behalten. Hüffelsheim setzte sich auf seiner linken Seite durch und Tim Krafft gelang der Anschlusstreffer. Das von Monetta befürchtete „Anzünden“ war aber nur von kurzer Dauer, dann hatte der FCA das Feuer wieder gelöscht, noch ehe es zum Flächenbrand werden konnte
Memokoh legte den Ball in die Gasse und Malte Moos erhöhte mit seinem ersten Tor für die Arminia auf 3:1 (58.). Vier Minuten später machte Sebastian Beikert den Deckel drauf. In einem Duett zweier eine Minute zuvor eingewechselter Akteure spielte Jannik Dörr sein Tempo aus, legte quer zum ebenfalls eminent schnellen Beikert, und der traf mit der Pike.
„Nach unserem dritten Tor wurde es merklich ruhiger auf den Rängen, zumal wir die Räume eng gemacht haben, sodass Hüffelsheim kaum in unseren Strafraum gekommen ist“, analysiert der Trainer. Das 2:4 von Thierno Keita nach einem Ballverlust von Klug (87.) veranlasste die Einheimischen, in den Schlussminuten alles oder nichts zu spielen. Hüffelsheim entblößte seine Deckung, was die Gäste ausnutzten. Von etlichen Konterangriffen verwertete Julian Malburg einem zum 5:2 (90.+2) – auch für ihn war es sein Premierentreffer für die Arminia. Den Schlusspunkt setzte erneut Memokoh (90.+5).
„Dieser Sieg wird unserem Selbstvertrauen guttun, auch wenn die Partie in Koblenz eine viel schwierigere Aufgabe geben wird“, ist Monetta überzeugt. Die Rot-Weißen kamen zeitgleich mit dem FCA ebenfalls zu einem Pokalerfolg. Sie gewannen in der dritten Runde des Rheinland-Pokal beim SV Laubach 4:0. „Mich freut besonders, dass Yassin Memokoh so gut drauf ist. Der 19-jährige Youngster erzielte in den letzten drei Pflichtspielen sechs Treffer.